Jubel bei Fabio Kaufmann von Eintracht Braunschweig © imago images / Hübner

Eintracht Braunschweig will Düsseldorfer Serientäter stoppen

Stand: 11.01.2021 06:05 Uhr

Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig steht nach den Punktgewinnen der Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt heute Abend (20.30 Uhr) gegen Fortuna Düsseldorf unter Druck.

Der 15. Spieltag im Bundesliga-Unterhaus war bis dato fraglos nicht nach dem Gusto der Niedersachsen. Schlusslicht Würzburger Kickers siegte überraschend mit 3:2 beim VfL Osnabrück, der Vorletzte FC St. Pauli holte ein 1:1 gegen Aufstiegsanwärter Holstein Kiel und der SV Sandhausen fertigte den 1. FC Heidenheim gar mit 4:0 ab. Die Kurpfälzer überholten den BTSV durch den Kantersieg im Tableau, sodass die "Löwen" nun als Tabellen-16. in das Duell mit der Fortuna gehen.

Ein Sieg oder zumindest Teilerfolg gegen die Rheinländer wäre für die Eintracht also von großer Bedeutung, um etwas Druck vom Kessel nehmen zu können. Das Problem: Düsseldorf gehört nicht zur Kategorie "Laufkundschaft", hat zuletzt fünf Mal in Serie gewonnen.

Weitere Informationen
Fußball-Tabelle © Panthermedia,  Screenshot/NDR Foto: Tobias Eble

Ergebnisse und Tabelle 2. Fußball-Bundesliga

Ergebnisse, Tabellenstände und die Spieltage im Überblick. mehr

Braunschweig will "den Bock umstoßen"

Braunschweig, das erst auf drei Saisonerfolge kommt, geht dementsprechend als krasser Außenseiter in die Partie. Aber als ein sehr mutiger, wie Coach Daniel Meyer versprach: "Bei einer solchen Siegesserie kommst du mit einem großen Selbstbewusstsein. Trotzdem müssen wir den Bock umstoßen und wir wollen unser Heimspiel gewinnen." Sein Team sei "sehr fokussiert" und werde heute "nicht das Opfer sein", ergänzte der 41-Jährige. Neuzugang Brian Behrendt schlug in dieselbe Kerbe. "Das Ziel wird sein, dass wir von der ersten Minute an eklig sind in den Zweikämpfen, aber dass wir auch unsere Chancen kreieren, um ihnen dann richtig wehzutun", sagte der Innenverteidiger.

Meyer gibt Winterzugang Behrendt Einsatzgarantie

Brian Behrendt im Trikot von Arminia Bielefeld © imago images / Dünhölter SportPresseFoto
Innenverteidiger Brian Behrendt - hier noch im Trikot von Arminia Bielefeld - steht vor seinem Debüt für Eintracht Braunschweig.

Der von Arminia Bielefeld verpflichtete 29-Jährige soll die im bisherigen Saisonverlauf sehr wackelige Eintracht-Abwehr stabilisieren. Und das Vertrauen in die Qualitäten des aus Bremervörde stammenden Defensivspezialisten ist so groß, dass Meyer ihm eine Einsatzgarantie für das Düsseldorf-Duell gab, obwohl Behrendts bis dato letzter Pflichtspieleinsatz vom 31. Oktober datiert.

"Er wird definitiv spielen, dass können wir vorwegnehmen. Wir haben ihn verpflichtet, weil wir gerade in der letzten Reihe Bedarf gesehen haben. Er hat in den Trainingseinheiten bestätigt, dass er eine sehr klare und unmissverständliche Ansprache hat, was uns im Moment einfach fehlt", erklärte der Coach.

Vereinsloser Diakhité nächster Neuer?

Behrendt soll nicht der letzte Winterzugang sein. "Wir haben frühzeitig kommuniziert, dass wir einen weiteren Defensivtransfer tätigen wollen, da wir dort die meisten Probleme sehen", sagte Meyer. In Oumar Diakhité befindet sich ein Kandidat seit einigen Tagen im Probetraining. Der 27-jährige Senegalese stand bis zum vergangenen Sommer beim damaligen portugiesischen Erstligisten Desportivo Aves unter Vertrag, der dann wegen zu hoher Schulden in die Dritte Liga zwangsabsteigen musste.

Meyer ist von Diakhité ("Er hat eine unfassbare Physis") angetan. Ob es zu einer Verpflichtung des Mannes kommt, der auch schon in Kuwait, Rumänien und den USA spielte, ist aber ungewiss. "Die Eindrücke sind bisher sehr gut, es ist aber auch nicht einfach, alles zu realisieren, losgelöst von der sportlichen Entscheidung, weil es ein internationaler Transfer ist und es eine Hintergrundgeschichte mit seinem alten Club gibt, der insolvent gegangen ist", erklärte der Braunschweiger Coach.

Weitere Informationen
Torwart Dejan Stojanovic vom FC St. Pauli © Witters

Zu- und Abgänge der Zweitliga-Nordclubs

Alle Zu- und Abgänge der sechs norddeutschen Fußball-Zweitligisten HSV, Hannover 96, Holstein Kiel, VfL Osnabrück, FC St. Pauli und Eintracht Braunschweig in der Saison 2020/2021. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 11.01.2021 | 23:03 Uhr

Mehr Fußball-Meldungen

Eintracht Braunschweigs Innenverteidiger Dominik Wydra (r.) sieht im Spiel bei den Würzburger Kickers die Gelb-Rote Karte. © imago images / HMB-Media

Braunschweig erkämpft sich in Unterzahl Remis in Würzburg

Die Niedersachsen kassieren beim 0:0 beim Schlusslicht zwei Platzverweise. Keeper Jasmin Fejzic rettet den Punkt. mehr

Die Angreifer Milot Rashica und Niclas Füllkrug (v.l.) von Werder Bremen © picture alliance/dpa Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Werder mit Rashica, aber ohne Füllkrug - Corona-Fälle bei Augsburg

Der Bundesligist kann erneut nicht in Bestbesetzung antreten. Bei den Gästen wurden zwei Mitglieder des Trainerstabs positiv getestet. mehr

Kiels Spieler um Torschütze Jae-sung Lee (3.v.r.) nach einem Treffer gegen Regensburg © imago images / Sascha Janne

Holstein Kiel: Norddeutsch unaufgeregt - in die Bundesliga?

Nach dem Pokal-Coup ist vor dem Liga-Alltag. Die "Störche" wollen sich - wie ihr Vorbild Freiburg - nicht aus der Ruhe bringen lassen. mehr

St. Paulis Omar Marmoush (l.) und Guido Burgstaller © Witters Foto: Valeria Witters

Nordduell Hannover 96 - St. Pauli: Die Zeichen stehen auf Sturm

Schießen Marmoush und Burgstaller den FC St. Pauli aus der Krise? Oder lässt Ducksch Hannover 96 weiter vom Aufstieg träumen? mehr

Fußball im Netz © Mikael Damkier

NDR Fußball-Tippspiel - Jetzt mitmachen!

Das NDR Tippspiel für die Saison 2020/2021 läuft. Einsteigen, mittippen und Teams gründen: Wir suchen den Fußball-Experten im Norden. mehr