Braunschweigs Jannis Nikolaou (l.) und Duisburgs Alaa Bakir kämpfen um den Ball. © IMAGO / Team 2

Eintracht Braunschweig unterliegt in Duisburg mit 2:3

Stand: 18.09.2021 15:57 Uhr

Eintracht Braunschweig hat sein Auswärtsspiel in der Dritten Liga beim MSV Duisburg mit 2:3 (0:2) verloren. Die "Löwen" wachten viel zu spät auf und stecken nun im Tabellenmittelfeld fest.

von Florian Neuhauss

Drei Tage nach dem Aus im Landespokal bei Regionalligist Hildesheim (4:5 im Elfmeterschießen) kassierte die Mannschaft von Trainer Michael Schiele am Sonnabend auch in der Liga ihre erste Auswärtsniederlage. Hatten gegen den Viertligisten noch vor allem Spieler aus der zweiten Reihe verantwortlich für einen ganz schwachen Auftritt gezeichnet, war nun auch die "erste Elf" lange indisponiert. Ausgerechnet zwei Joker sorgten in der Schlussphase zumindest noch für Ergebniskosmetik.

MSV treffsicher, "Löwen" zu zaghaft

Beide Teams wirkten zu Beginn der Partie schläfrig. Die Defensivreihen waren unkonzentriert, doch die Stürmer standen ihnen in nichts nach. In der zwölften Minute nutzte Niko Bretschneider die kollektive Schlafmützigkeit: Der MSV-Linksverteidiger jagte den Ball aus rund 25 Metern mit dem linken Vollspann in den rechten Winkel - 1:0 für die Hausherren. Im direkten Gegenzug hätte Braunschweigs Enrique Pena Zauner egalisieren können. Der Schuss des Deutsch-Venezolaners war aber viel zu unplatziert, und Torhüter Leo Weinkauf klärte mit den Fäusten.

Weitere Informationen
Eine Fußballtabelle vor eine Fußballmotiv © Colourbox Foto: Taweesak Jarearnsin

Ergebnisse und Tabelle 3. Liga

Ergebnisse, Tabellenstände und die Spieltage im Überblick. mehr

Und so fiel auch das zweite Tor fiel auf der Eintracht-Seite. Kolja Pusch hatte viel zu viel Zeit zum Flanken, der Ex-"Löwe" Orhan Ademi wurde beim Kopfball nicht gestört und ließ sich nicht zweimal bitten (22.). Wieder folgte die Reaktion der Gäste prompt, Jannis Nikolaou schoss aus sieben Metern aber deutlich drüber. So blieb es bis zur Pause: Den Gästen fehlten Überzeugung und Klasse, die "Zebras" waren dichter dran am dritten Tor des Tages.

Ex-"Löwe" Ademi schnürt den Doppelpack

Auch die Halbzeit-Ansprache von Schiele vermochte die Niedersachsen nicht aus ihrer Lethargie zu wecken. Im Gegenteil: Das ohnehin schon wenig unterhaltsame Spiel wurde zu einem Langweiler. Mit der ersten Torchance der zweiten Hälfte legten die Duisburger den dritten Treffer nach. Ademi setzte sich erst spielend leicht gegen zwei Braunschweiger durch und bugsierte den Ball dann mit der Pieke durch die Beine von BTSV-Schlussmann Jasmin Fejzic - das 3:0 (70.) war die endgültige Entscheidung. Nur drei Minuten später stand Marvin Bakalorz frei vor Fejzic, der ehemalige Hannoveraner schoss aber deutlich drüber.

Kobylanski und Strompf machen es noch mal spannend

Lion Lauberbach wollte sich mit der deutlichen Niederlage nicht abfinden, und fand in dem eingewechselten Martin Kobylanski einen dankbaren Passabnehmer. Der Joker traf sehenswert zum 1:3 (79.). Zwar hatte auch Duisburg in der Schlussphase noch einige Möglichkeiten, den Schlusspunkt setzte jedoch Philipp Strompf. Der Abwehrspieler traf nach einem Freistoß (90.+2). Zu mehr reichte es nicht, einen Punkt hatte die Eintracht aber auch nicht verdient.

9.Spieltag, 18.09.2021 14:00 Uhr

MSV Duisburg

3

Braunschweig

2

Tore:

  • 1:0 Bretschneider (12.)
  • 2:0 Ademi (22.)
  • 3:0 Ademi (70.)
  • 3:1 Kobylanski (79.)
  • 3:2 Strompf (90. +2)

MSV Duisburg: Weinkauf - Feltscher, Steurer, Welkow, Bretschneider - Bakalorz, Frey (87. Ghindovean) - Pusch (87. Stierlin), Bakir (73. Ajani), Stoppelkamp (87. Hettwer) - Bouhaddouz (17. Ademi)
Braunschweig: Fejzic - Kijewski (71. Kobylanski), Schultz, Behrendt, Wiebe (71. Schlüter) - Nikolaou, Krauße (89. Strompf), Pena Zauner (58. Otto), Henning (58. Consbruch) - Multhaup - Lauberbach
Zuschauer: 7238

Weitere Daten zum Spiel

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 18.09.2021 | 23:03 Uhr

Mehr Fußball-Meldungen

Mark van Bommel, Trainer des VfL Wolfsburg © picture alliance/dpa | Swen Pförtner

VfL Wolfsburg trennt sich von Trainer van Bommel

Die "Wölfe" hatten zuletzt acht Pflichtspiele in Folge nicht gewonnen. Die schnelle Entlassung überraschte dennoch - auch den geschassten Coach selbst. mehr