Stand: 14.11.2016 18:07 Uhr  | Archiv

Handtrockner: Viele Keime in der Luft

von Daniel Krull

Markt hat den Herstellern von Handtrocknern mit Luftdüsen folgende Fragen gestellt:
1. Wie erklären Sie sich, dass in Wasch-/Toilettenräumen mit elektrischen Lufttrocknern wesentlich mehr Keime in der Raumluft zu finden sindals in denen mit Papierhandtüchern?
2. Wie erklären Sie sich, dass in mit Dyson-Trocknern ausgestatteten Räumen in einem Fall massenhaft, in den anderen Fällen reichlich apathogene Keime und fakultativ pathogene Keime zu finden waren?
3.  Wie erklären Sie sich, dass es auch in Wasch-/Toilettenräumen mit NSF-zertifizierten Dyson-Geräten keine signifikante Verbesserung gab?
4. Sie machen Werbung mit der besonders hygienischen Händetrocknung. Können Sie vor dem Hintergrund unserer Ergebnisse diese Aussage aufrechterhalten?

Stellungnahme: Dyson

"Vielen Dank für die Gelegenheit, Stellung zu Ihrem Beitrag über Handtrocknungssysteme in NDR Markt nehmen zu können.

Unser Ritterschlag in puncto Hygiene: Dyson Airblade Händetrockner sind von HACCP International weltweit zum Einsatz in der Lebensmittelproduktion zertifiziert; also für die Branche mit höchsten Anforderungen an Hygienestandards. Wir haben zahlreiche zufriedene Kunden aus der lebensmittelproduzierenden Industrie, die seit Jahren Dyson Airblade Technologie in ihren Hygieneschleusen einsetzen. Dazu zählen in Deutschland beispielsweise namhafte Unternehmen wie Danone, Rügenwalder Mühle und Ulmer Fleisch. Gemäß der EU-Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene werden unsere in Lebensmittelbetrieben installierten Händetrockner regelmäßig strengsten Kontrollen unterzogen - stets ohne Beanstandungen.

Dyson Airblade Händetrockner trocknen Hände mit einem hygienisch gereinigten Hochgeschwindigkeits-Luftstrom in nur zehn bis zwölf Sekunden. Der serienmäßig integrierte HEPA-Filter entfernt 99,9 Prozent aller Partikel in Bakteriengröße aus der Luft, bevor sie auf die Hände trifft. Dyson Airblade Händetrockner sind von allen gängigen Systemen das umweltfreundlichste, um sich die Hände zu trocknen - zu diesem Ergebnis kommt eine Vereinfachte Umweltbewertung des Umweltbundesamtes (Seite 105 ff).

Die Methodik und die Schlussfolgerungen Ihrer Untersuchung sind aus mehreren Gründen nicht stichhaltig:
1. Unter mikrobiologischen Gesichtspunkten besteht kein Unterschied in den gemessenen Keimzahlen in Waschräumen mit Papierhandtüchern (7 bis 15 Kolonien) und mit Dyson Airblade Händetrocknern (50 Kolonien). 15 und 50 Kolonien sind derselben log-Stufe zuzuordnen. Der Unterschied ist statistisch nicht signifikant.
2. Alle Bakterien, die in der Untersuchung gefunden wurden, sind - unabhängig vom verwendeten Trocknungssystem - nicht ungewöhnlich für einen öffentlichen Waschraum.
3. Durch den Einsatz von Agarplatten, die offen in den Waschräumen aufgestellt wurden, wurde nicht die Luftbelastung, sondern die Belastung des Waschraumbodens untersucht. Weil keimbelastete Tröpfchen und Partikel zu Boden fallen, ist die Belastung des Bodens deutlich größer als die Belastung der Luft. Um luftgetragene Partikel und damit die Qualität der Raumluft zu analysieren, wird ein spezieller Luftprobensammler eingesetzt.
4. Es wurde lediglich eine Stichprobe von sieben Waschräumen untersucht. Bei der Messung wurden Faktoren wie Waschraumfrequenz und -gestaltung außer Acht gelassen, die einen erheblichen Einfluss auf die Keimbelastung haben.  

Die Hygiene der Airblade Händetrockner ist auch durch Untersuchungen mehrerer renommierter Institute wissenschaftlich erwiesen:

  • University of Bradford: Entfernung von Bakterien durch den Dyson Airblade Händetrockner
  • Campden BRI: Verbreitung mikrobieller Aerosole durch verschiedene Händetrocknungsmethoden
  • University of Florida: Oberflächenkontamination in häufig berührten Bereichen des Waschraums"

Dieses Thema im Programm:

Markt | 14.11.2016 | 20:15 Uhr

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