Wand selbst streichen: Tipps zum Abkleben

Stand: 28.11.2021 23:01 Uhr

Erst kleben, dann streichen. Damit bei Malerarbeiten alles sauber bleibt, kommt es darauf an angrenzende Flächen zu schützen. Dabei helfen das richtige Klebeband, ein sauberer Untergrund und Malervlies.

Wer seine Wände, Fassade oder Türen streichen möchte, braucht etwas Geduld. Denn bevor es ans Streichen geht, steht das Abkleben auf dem Programm. Damit da nichts schiefgeht, gibt es hier wichtige Tipps zum Abkleben.

Tipp 1: Das richtige Klebeband

Es gibt verschiedene Klebebänder. Viele greifen zum Kreppband. Das ist günstig und in verschiedenen Breiten erhältlich. Doch es schließt an den Rändern nicht immer perfekt ab, sodass die Farbe darunter laufen kann. Deswegen glattes Malerband nehmen: Dann gibt es eine saubere Kante. Malerband gibt es in verschiedenen Ausführungen.

Tipp 2: Das richtige Kleben

Nichts klebt gut auf einem verschmutzten Untergrund. Deswegen immer erst die Fläche säubern. Selbst kleinste Staubreste können dazu führen, dass das Klebeband nicht haftet. Außerdem muss der Untergrund trocken sein. Vor dem Kleben, mit einem Pinsel oder trockenem Tuch einmal über die gesamte Stelle wischen.

Das Malerband möglichst in einem Stück festkleben. Denn je mehr man stückelt, desto mehr Angriffsflächen für die Farbe gibt es, unter das Klebeband zu laufen. Das Klebeband gut andrücken und darauf achten, dass sich keine Luftblasen bilden. Kanten möglichst millimetergenau abkleben.

Tipp 3: Fußboden abdecken

Vorm Streichen unbedingt den Fußboden schützen, damit er keine Spritzer und Sprenkel abkriegt. Möglichst keine Plastikfolie nehmen. Sie ist schwierig auseinanderzufalten und auszulegen. Außerdem umweltfeindlich, sie reißt schnell und rutscht ständig, was zu Unfällen führen kann. Die Folie ist für die Abdeckung von Möbeln geeignet. Für den Fußboden besser zu Bodenabdeckpapier oder Vlies greifen. Gibt es beides als Rollen, das Material reißt nicht so schnell und lässt sich gut zuschneiden.

Tipp 4: Das Klebeband vorstreichen

Mit einem Pinsel wird die Farbe von unten nach oben über die Kante des Klebebandes gestrichen. © NDR/nonfictionplanet
Die Farbe kommt von unten nach oben auf das Klebeband.

Damit die Farbkante gerade ist, zum Beispiel zwischen zwei farbigen Flächen, streicht man das Klebeband vor. Und zwar in der Farbe, die unter dem Klebeband ist. Das nennt man auch beschneiden. Selbst wenn jetzt Farbe hinters Klebeband gerät, ist es die richtige Farbe. Sie verschließt die letzten kleinen Öffnungen und bildet eine zusätzliche Barriere gegen die zweite Farbe.

Bevor die zweite Farbe aufgetragen wird, muss die erste Farbe trocken sein.

Tipp 5: Rechtzeitig abziehen

Bei Lack oder Latexfarbe das Klebeband abziehen, solange es noch feucht ist. Ansonsten reißt das Klebeband Stücke der Farbe mit ab. Dadurch entstehen unschöne Stellen, die man dann wieder mühsam ausbessern muss.

Dieses Thema im Programm:

Mach kein Murks! | 29.11.2021 | 21:00 Uhr

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