Stand: 24.02.2020 08:39 Uhr  - Markt

Vitamin C: Was taugt Pulver aus dem Beutel?

von Saskia Engels
Bild vergrößern
Um Erkältungen und Grippe vorzubeugen, greifen einige Menschen zu Vitamin-C-Pulver mit Zitronengeschmack. Wie sinnvoll ist das?

Schnupfen, Husten, Gliederschmerzen: Bei einer Erkältung oder Grippe trinken viele eine heiße Zitrone. Alternativ gibt es in Supermärkten und Drogeriemärkten Vitamin-C-Pulver beispielsweise mit Zitronengeschmack. Einige Hersteller versprechen die "Unterstützung des Immunsystems" oder die "Unterstützung der Abwehrkräfte". Doch was taugen solche Produkte?

Vitamin C: Was taugt Pulver aus dem Beutel?

Markt -

Um die Abwehrkräfte zu stärken, greifen einige Menschen zu Vitamin-C-Pulver mit Zitronengeschmack. Doch hält das Pulver aus dem Beutel, was die Hersteller versprechen?

3,43 bei 7 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Zucker statt Zitrone als Hauptzutat

Viele dieser Produkte enthalten Zucker und Dextrose als Hauptzutaten. Die auf den Verpackungen abgebildeten Zitronen, Limetten oder Ingwerwurzeln sind häufig nur in äußerst geringen Mengen im Produkt enthalten und machen oft nur ein Prozent des gesamten Inhalts aus.

Die Hersteller begründen die Abbildungen als Orientierungshilfe für den Verbraucher, der daran erkennen könne, wonach das Pulver schmeckt.

Um die Zuckermengen zu reduzieren, setzen einige Hersteller zusätzlich Süßstoffe ein. Ernährungsmediziner raten von Süßstoff ab, da sie unser Empfinden für Süße abstumpfen lassen und im Verdacht stehen, die Darmflora negativ zu beeinflussen.

Vitamin C und Zink als Zugabe

Die Hersteller setzen statt auf natürliche Zutaten auf künstlich hergestelltes Vitamin C. Die empfohlene Aufnahmemenge von Vitamin C liegt bei rund 100 Milligramm am Tag. Schon eine halbe Paprika oder eine Apfelsine reichen aus, um diesen Bedarf zu decken. In den Heißgetränke-Pulvern sind meist 300 Milligramm Vitamin C pro Portion enthalten. Für Ernährungsmediziner ist es fraglich, ob Dosierungen von 300 Milligramm einen positiven Effekt haben, da zu viel aufgenommenes Vitamin C unverwendet wieder vom Körper ausgeschieden wird. Im schlechtesten Fall kann eine Überdosierung von Vitamin C Nierensteine fördern.

In den meisten dieser Produkte sind fünf Milligramm Zink enthalten. Eine dauerhafte Zinkaufnahme kann allerdings zu einer Überladung des Körpers und im Extremfall zu einer Vergiftung führen. Daher raten Mediziner, dass Zink nicht über längere Zeit eingenommen werden sollte, sondern nur vorübergehend.

Weitere Informationen

Hier steckt viel natürliches Vitamin C drin

Viele Menschen schwören im Winter auf Vitamin C zur Vorbeugung gegen Erkältungskrankheiten. Doch welche Frucht enthält am meisten? Eine Rangliste der größten Vitaminbomben. mehr

Wann sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?

Auch Gesunde greifen zu Nahrungsergänzungsmitteln und hoffen, ihrem Körper damit etwas Gutes zu tun. Doch wie sinnvoll sind Vitamine und Mineralien aus der Packung? mehr

Immunsystem stärken mit natürlichen Mitteln

Ein starkes Immunsystem kann vor Krankheitserregern schützen. Oft lässt sich mit natürlichen Mitteln eine Infektion mit Bakterien oder Viren verhindern. mehr

Dieses Thema im Programm:

Markt | 24.02.2020 | 20:15 Uhr

Mehr Ratgeber

43:40
plietsch.