Stand: 01.11.2019 13:10 Uhr  | Archiv

Thermobecher für Heißgetränke: Test und Tipps

von Christian Lang
Ein heller Thermobecher mit schwarzem Deckel © Colourbox Foto: Colourbox
Kaffeebecher sollen den Kaffee schön warm halten und auslaufsicher sein.

Wiederverwendbare Becher für Kaffee und Tee sind eine umweltfreundliche Alternative zu Pappbechern. Die Becher aus Materialien wie Edelstahl, Glas, Kunsstoff und Keramik sollen robust und dicht sein, damit keine Flüssigkeit ausläuft. Thermobecher sollen den Kaffee oder Tee außerdem möglichst lange warm halten. Worauf sollten Verbraucher beim Kauf achten?

Material: Glas, Kunststoff, Edelstahl oder Keramik?

Entscheidend für die Wahl des passenden Thermobechers ist der geplante Einsatzbereich: Soll der Becher den Kaffee oder Tee nur kurz warm halten, etwa auf dem Weg zur Arbeit oder zur Uni? Oder soll er zum Beispiel auf Wanderungen stundenlang im Rucksack transportiert werden? Über die Qualität der Isolierung entscheidet das verwendete Material:

  • Becher und Tassen aus Glas halten das Getränk nur kurz warm, Becher aus Kunststoff nur wenig länger.
  • Becher mit Vakuum-Edelstahlisolierung können das Getränk bis zu vier Stunden auf einer angenehmen Trinktemperatur halten.
  • Becher mit einem Keramiküberzug über der Edelstahlisolierung halten in der Regel am längsten warm.
Von Bechern aus Bambus rät die Stiftung Warentest ab, da sie in der Regel mit dem Bindemittel Melamin gefertigt werden. Die hohen Temperaturen des Heißgetränks können gesundheitsschädigende Stoffe freisetzen.  

Deckel: Unterschiede beim Verschluss

Wie dicht ein Thermobecher ist und welches Mundgefühl beim Trinken entsteht, hängt vom verwendeten Deckel und vom Trinkverschluss ab:

  • Schiebverschlüsse müssen vor Gebrauch auf- und anschließend zugeschoben werden. Das klingt zwar einfach, aber im Alltag sind immer wieder Bedienungsfehler zu beobachten.
  • Sogenannte Trigger-Trinkverschlüsse öffnen sich nur, wenn ein Finger einen Knopf am Deckel drückt. Durch Loslassen wird der Verschluss automatisch verschlossen
  • Sogenannte Push-and-drink-Verschlüsse werden vor Gebrauch aufgedrückt werden. Vergisst man nach dem Trinken das Zudrücken, ist der Becher undicht.
  • Bei Silikondeckeln mit Drückverschluss sollte man vor jeder Benutzung prüfen, ob sie wirklich dicht sind.

Thermobecher im Vergleich

In einer Stichprobe hat Markt fünf Thermobecher für Heißgetränke ausprobiert:

  • Emsa Travel Mug
  • Contigo West Loop
  • SinFin Cup
  • Stanley Ceramivac
  • Thermobecher Ernesto von Lidl

Gut haben die Becher von Emsa, Contigo und Stanley isoliert. Lidl ließ den Thermobecher Ernesto nach dem Test wegen schlechter Isoliereigenschaften vorläufig aus dem Verkauf nehmen. Der SinFin Cup ist aus Glas und daher nur für kurze Einsätze gedacht. Beim Stanley Ceramivac und beim SinFin Cup war jeweils der Deckel etwas undicht. Hersteller SinFin hat angekündigt, den Deckel zu überarbeiten.

Dieses Thema im Programm:

Markt | 04.11.2019 | 20:15 Uhr

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