Stand: 15.05.2019 09:10 Uhr  | Archiv

Telefonieren ins EU-Ausland wird günstiger

Ein Mann sitzt im Sessel und telefoniert mit einem Handy. © imago/Westend61
Wer ins EU-Ausland telefoniert, muss künftig keine hohe Rechnung mehr befürchten.

Bei Telefongesprächen innerhalb der Europäischen Union gibt es künftig weniger Kostenfallen. In allen 28 EU-Staaten gilt nun eine einheitliche Obergrenze für Gespräche ins EU-Ausland: 19 Cent pro Minute, plus der Mehrwertsteuer des Landes, für Deutschland also insgesamt 22,61 Cent. Für SMS werden höchstens 6 Cent fällig, mit deutscher Mehrwertsteuer 7,14 Cent. Bisher durften Telefonanbieter ihre Tarife für Auslandsgespräche frei kalkulieren.

Anbieter haben bis Mitte Juli Zeit für Umstellung

Der Verbraucherzentrale Bundesverband weist allerdings darauf hin, dass die Anbieter nicht alle Tarife sofort umstellen müssen, sondern bis Mitte Juli Zeit haben. Wollen Verbraucher sofort von der neuen Regelung profitieren, müssen sie dies bei ihrer Telefongesellschaft beantragen.

Gültig für Festnetz und Handy

Die neuen Grenzen gelten für Gespräche vom Festnetzanschluss ebenso wie für Gespräche vom Handy. Bisher konnten besonders Anrufe vom Handy zu ausländischen Handys teuer werden: laut Europäischem Verbraucherverband bis zu 1,99 Euro pro Minute. Viele Telefontarife blieben allerdings schon bisher unter den neuen Höchstmarken.

Vorsicht bei Preispaketen

Die Preise beziehen sich nur auf Tarife, bei denen Anrufe und SMS einzeln abgerechnet werden, also nicht auf Pauschalen wie Flatrates oder Paketangebote (z.B. 50 Gesprächsminuten für 5 Euro). Auch Preispakete, die Gespräche in Nicht-EU-Staaten wie Schweiz, Türkei oder USA einschließen, sind ausgenommen.

Roaming schon seit 2017 reguliert

Die aktuelle Änderung folgt auf die Preisbegrenzung beim sogenannten Roaming, die seit 2017 gilt. Seitdem kosten Telefonate aus dem EU-Ausland zurück nach Deutschland oder in andere EU-Staaten nicht mehr als ein Gespräch im Inland. Gespräche in Staaten außerhalb der EU bleiben in beiden Richtungen teuer.

Weitere Informationen
Die "MSC Meraviglia" zu Gast in Hamburg. © NDR Foto: Zeljko Todorovic

Handy-Nutzung auf See: Möglich - aber teuer

Auch auf Kreuzfahrtschiffen oder Fähren möchten viele Reisende per Smartphone mit ihren Freunden zu Hause in Kontakt bleiben. Doch Vorsicht: Die Kosten dafür sind sehr hoch. mehr

Teenagerin schaut fassungslos auf ihr Laptop © Fotolia.com Foto: gemphotography

Telefon und Internet: Was tun bei Störungen?

Wenn das Telefon ausfällt oder der Internet-Zugang gestört ist, müssen Kunden oft lange warten, bis der Anschluss wieder funktioniert. Welche Rechte haben sie? mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Wirtschaft | 14.05.2019 | 10:40 Uhr

Mehr Verbrauchertipps

Ein Fläschchen liegt auf Ingwerstücken © Colourbox Foto: Sergii

Wie gut sind Ingwer Shots aus Supermarkt und Discounter?

Die Hauptzutat ist Apfelsaft, zudem enthalten die Shots viel Zucker. Besser ist selbst aufgebrühter frischer Ingwer. mehr

Eine Frau packt ein Päckchen. © fotolia Foto: contrastwerkstatt

Weihnachtspost rechtzeitig auf den Weg bringen

Wegen Corona sind dieses Jahr besonders viele Pakete unterwegs. Tipps zum rechtzeitigen Versand sowie wichtige Termine. mehr

Menschen vor einem Plakat mit Rabattangeboten zum Black Friday. © picture alliance / NurPhoto

Black Friday 2020: Guter Deal oder Fake-Angebot?

Am 27. November lockt der Black Friday wieder mit zahllosen Schnäppchen. Doch vorher lohnt ein Preisvergleich. mehr

Autoreifen © Colourbox Foto: f9photos

Winterreifen oder Ganzjahresreifen? Auto-Tipps für den Winter

Nun rutschen die Temperaturen nachts in die Nähe des Nullpunktes. Zeit, sich um die passenden Reifen für den Winter zu kümmern. mehr