Stand: 28.11.2016 11:45 Uhr  | Archiv

Stollen im Test: Gute Qualität erkennen

von Heike Dittmers

Christstollen ist ein beliebtes Gebäck in der Adventszeit und zu Weihnachten. Eine Variante ist der Butterstollen, der besonders viel Butter oder Butterreinfett enthalten soll. Die Verwendung ist sonst nur beim Dresdner Stollen vorgeschrieben, der aus dem Großraum Dresden kommen muss. In einer Stichprobe vergleicht Markt den jeweils teuersten Stollen von fünf Bäckereien, Discountern und Supermärkten (Preise pro Kilogramm):

  • Dresdner Christstollen von Aldi für 6,99 Euro
  • Lieken Butterstollen von Edeka für 7,45 Euro
  • Butterstollen aus der Bäckerei von Allwörden für 11,93 Euro
  • Butterstollen von der Bäckerei Junge für 13,99 Euro
  • Christstollen von Dat Backhus für 14,95 Euro

Für Markt verkosten zwei erfahrene Bäckermeister die Stollen.

Zutaten: Mehl, Trockenfrüchte und Butter

Für Butterstollen schreibt das Lebensmittelbuch den Mindestgehalt einiger Zutaten vor: Auf zehn Kilogramm Mehl kommen vier Kilogramm Butter und sieben Kilogramm Trockenfrüchte wie Rosinen, Citronat und Orangeat. Für den typischen Geschmack sorgen Gewürze wie Zimt, Nelken und Koriander. Ein Stollen muss mehrere Tage lagern, damit er seinen vollen Geschmack entfaltet. Einige Hersteller verwenden zusätzliche Stoffe:

  • Emulgatoren sorgen dafür, dass sich Wasser und Fett mischen.
  • Zitronensäure soll Stollen länger haltbar machen.
  • Mit Feuchthaltemitteln wie Sorbit und Glyzerin bleibt das Gebäck saftig. Glyzerin ist vielfältig einsetzbar, zum Beispiel zur Lederpflege sowie als Frostschutzmittel und Viehfutter.

Fazit: Oft zu süß, trocken und wenig Aroma

Mit den getesteten Stollen sind die beiden Bäckermeister nicht wirklich zufrieden. Sie fanden das Gebäck zu trocken, den Geschmack zu süß und zu wenig aromatisch. Nur den Geschmack des Butterstollens aus der Bäckerei von Allwörden finden die Tester in Ordnung. Der ist jedoch mit 11,93 Euro relativ teuer und enthält Backpulver, das traditionell in Stollen nicht verwendet wird.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 28.11.2016 | 20:15 Uhr

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