Ein Mann fährt mit einem SUP Board über einen Fluss. © dpa Foto: Julian Stratenschulte

Stand-Up-Paddling: Das richtige SUP-Board kaufen

Stand: 20.05.2022 16:27 Uhr

Wer sich ein eigenes SUP-Board zulegen möchte, hat die sprichwörtliche Qual der Wahl. Die Auswahl ist schier unendlich, die Preisspanne groß. Welche Boards gibt es und worauf ist beim Kauf zu achten?

von Victor Kupka

Neben Kanus und Kajaks werden auch Stand-Up-Paddling-Boards, kurz: SUPs, immer beliebter. Wie der englische Name schon verrät, werden die Boards im Stehen (Stand-Up) gefahren. Das "Stehpaddeln" ist eine Mischung aus dem klassischen Kanufahren und Surfen.

Es gibt zwei Arten von SUPs: Inflatable oder Hardboard

Bei SUPs unterscheidet man grundlegend zwei Kategorien. Inflatable SUPs (auch iSUPs) und Hardboards. Letztere sind wie klassische Surfbretter aus Kunststoff oder Holz gefertigt und müssen dementsprechend nicht weiter aufgebaut werden. Sie sind stets einsatzbereit. Der Vorteil dieser Bauart: Das Board ist stabiler und belastbarer – auch die Fahreigenschaften wie Geradeauslauf und Spurtreue sind oft besser. Der Nachteil: Sie sind sperriger und nehmen bei Nichtbenutzung viel Platz im Keller, auf dem Balkon oder dem Dachboden ein. Außerdem lassen sich diese Boards nicht so einfach transportieren.

Aufblasbare SUPs sparen Platz und lassen sich leicht transportieren

Im Unterschied zu den massiven SUPs müssen Inflatable SUPs vor der Benutzung aufgeblasen werden. Gerade in den letzten Jahren sind diese aufblasbaren Bretter zu dem Trendsportgerät auf Kanälen, Seen und an den Küsten geworden. Bei Nichtbenutzung lassen sich die iSUPs wie eine Luftmatratze zusammenrollen und platzsparend in einem Packsack verstauen. Das ist ein Vorteil gegenüber den Hardboards. Der Nachteil: Die aufblasbaren Stand-Up-Paddling Boards sind in der Regel nicht so belastbar und weisen gerade im unteren Preissegment oft schlechtere Fahreigenschaften auf.

Was kostet ein gutes SUP-Board?

Eine pauschale Aussage zu treffen, ab wann ein Board auch wirklich gut ist, ist schwierig. Wichtig für Einsteiger ist die Frage, wozu das Board genutzt werden soll. Sollen lediglich ein paar Meter auf dem See vor der Haustür gepaddelt werden und das Ganze nur drei bis vier mal im Jahr? Hier kann schon ein sehr einfaches Board ausreichend sein und man muss nicht viel Geld in die Hand nehmen.

Günstig für Einsteiger: aufblasbare SUPs

Gerade aufblasbare Bretter, iSUPs, werden in unterschiedlichsten Preissegmenten vom Discounter, über Onlinehändler bis hin zu Sportfachgeschäften angeboten. Die Preise gehen bei etwa 250 Euro für ein Brett im Set mit Paddel und dem wichtigsten Zubehör los - nach oben hin sind kaum Grenzen gesetzt.

SUPs für Langstrecken im Fachhandel kaufen

Steht eine große Paddeltour mit längerer Strecke, vielleicht sogar leichtem Gepäck an? Hier sollte dann schon etwas mehr investiert werden. Ein Gang in den Fachhandel und ein Gespräch mit Profis kann da nicht schaden. Preislich sollte man sich auf ab etwa 800 Euro aufwärts einstellen.

Diese Punkte sind beim Kauf eines SUP-Boards wichtig

Wer ein Board kaufen möchte, kann vor allem auf folgende Punkte achten:

  • Wurde das Board sauber verklebt oder gibt es unschöne "Blasen" an den Rändern oder ungleichmäßige Nähte?
  • Reicht die maximale Tragfähigkeit für das eigene Gewicht aus und gibt der Hersteller an, bis wie viel Kilogramm gute Fahreigenschaften möglich sind?
  • Gibt es online oder in Fachzeitschriften Tests zum entsprechenden Board?

Das Board ist da - einfach drauflos fahren?

Gerade Einsteiger sollten es ruhig angehen: Das SUP nach Bedienungsanleitung aufbauen und bei aufblasbaren SUPs auf den korrekten Luftdruck im Board achten (meist in der Einheit "PSI" angegeben). Viele Boards haben sogenannte Steckfinnen. Das sind kleine Plastikelemente, um den Geradeauslauf des Boards und die Stabilität zu sichern - diese Finnen müssen sauber arretiert werden, auch damit sie nicht verloren gehen.

SUP fahren - nicht ohne Leine

Wichtig für die Sicherheit auf dem Wasser: Eine "Leash", eine Sicherheitsleine, sollte immer mit dem Board und dem Fahrer oder der Fahrerin verbunden sein. Den meisten Sets liegt eine solche "Leash" bei, ansonsten unbedingt nachkaufen und mitführen. Sollte man mal vom Board fallen, verhindert die "Leash" ein Abtreiben des SUPs.

Auch beim Stand-Up-Paddling auf Sicherheit achten

Die erste Tour sollte nicht zu ausschweifend geplant werden: Zuerst mal ein paar Meter paddeln und ein Gefühl für das Board bekommen - jedes ist anders. Fühlt sich alles sicher an, dann kann es weiter hinaus gehen. Prinzipiell sollte mit einem SUP aber immer in Ufernähe gefahren werden, um im Zweifel wieder sicher an Land schwimmen zu können.

Außerdem gibt es folgende Sicherheitstipps:

  • Am besten Freunde, Familie oder Bekannte informieren, dass man auf dem Wasser ist.
  • Ein aufgeladenes Handy (für den Notfall; in einer wasserdichten Tasche) mitführen.
  • Stets Wind und Strömung im Auge behalten.
  • Für ausreichend Sonnenschutz sorgen.
  • Eine Schwimmweste tragen.

Wo kann man Stand-Up-Paddling lernen?

Wer den Sport ausprobieren möchte, kann vielerorts auch ein Board ausleihen, um ein Gefühl dafür zu bekommen. An den meisten Seen oder beispielsweise der Hamburger Alster gibt es ein großes Angebot an Verleihern und SUP-Schulen. Hier können sogar Kurse gebucht werden, damit beim Paddeln auf dem SUP nichts schiefgeht.

Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

Markt | 23.05.2022 | 20:15 Uhr

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