Stand: 11.10.2017 18:16 Uhr

So kommen Kinder im Winter sicher zur Schule

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Radfahrer sind in der Dunkelheit im Straßenverkehr besonders gefährdet.

In der dunklen Jahreszeit sind Fußgänger oder Radfahrer im Straßenverkehr besonders schlecht zu erkennen. Das gilt auch für Kinder auf dem Weg zur Schule. Besonders gefährlich sind dabei Herbst und Winter, wenn Dunkelheit, Nebel und Niederschlag bei allen Verkehrsteilnehmern für schlechte Sicht sorgen. Um besser gesehen zu werden und Unfälle zu vermeiden, helfen einige einfache Maßnahmen.

Sicher unterwegs in Dunkelheit und Dämmerung

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Reflektoren und helle Kleidung helfen, um im Straßenverkehr besser gesehen zu werden.

Das fängt bei der Wahl der Kleidung an. Wer in dunkler Jacke und Hose unterwegs ist, wird von Autofahrern erst in einer Entfernung von etwa 25 Metern wahrgenommen. Selbst bei trockener Straße benötigt ein Autofahrer, der mit Tempo 50 unterwegs ist, schon 25 Meter, um sein Auto spontan abzubremsen. Auf schneebedeckten Straßen verlängert sich der Bremsweg, der Fahrer schlittert rund 60 Meter, bis sein Auto steht. Ist die Fahrbahn vereist, benötigt er sogar über 100 Meter bis zum Stillstand des Fahrzeugs. Wer helle Kleidung trägt, wird bereits aus einer Entfernung von etwa 40 Metern wahrgenommen, reflektierende Kleidungsstücke erhöhen die Sichtbarkeit sogar auf 150 Meter - und damit die Wahrscheinlichkeit, rechtzeitig gesehen zu werden, um ein Vielfaches.

Tipps für Eltern

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Reflektoren und fluoreszierendes Material am Schulranzen sorgen für mehr Sicherheit.

Wenn Kinder morgens oder in den Abendstunden unterwegs sind, sollten Eltern deshalb darauf achten, dass die Kinderkleidung möglichst hell ist und am besten reflektierende Leuchtstreifen besitzt. Bei Jacken ohne Reflektoren können zusätzliche Leuchtbänder und sogenannte Blinkies angebracht werden, die beispielsweise im Fahrradhandel erhältlich sind. Beim Radfahren sind außerdem Sicherheitswesten empfehlenswert. Beim Kauf von Schulranzen sollten Eltern darauf achten, dass diese die DIN-Norm erfüllen: Diese sieht vor, dass zehn Prozent der Vorder- und Seitenflächen mit reflektierenden Materialien ausgestattet sind.

Verkehrsverhalten mit Kindern üben

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ADAC-Schulwegratgeber

Tipps für einen sicheren Schulweg hat auch der ADAC zusammengefasst. extern

Außerdem sollten Eltern Kinder mit ihren Kindern das Überqueren von Straßen in der Dunkelheit üben und ihnen zeigen, dass sie am besten gut ausgeleuchtete Übergänge wählen, auch wenn ein Umweg damit verbunden ist. Sie sollten ihnen zudem erklären, dass Autofahrer sie erst spät wahrnehmen, wenn sie zwischen zwei Autos auf die Fahrbahn treten.

Ganz wichtig: Eltern sollten Beleuchtung an den Rädern ihrer Kinder regelmäßig überprüfen und auf den technisch aktuellen Stand bringen. Reflektierende Reifen oder wahlweise Reflektoren an den Speichen sind gesetzlich vorgeschrieben. Empfehlenswert sind Fahrradleuchten mit Standlicht. Außerdem sollten Radfahrer möglichst einen Helm tragen - das gilt für Erwachsene ebenso wie für Kinder.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 / 06.09.2016 / 08:00 Uhr

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