Stand: 06.05.2020 15:14 Uhr

Schneidebretter: Holz und Plastik im Vergleich

Schneidebretter aus Kunststoff und Holz sowie ein Messer und eine gelbe Paprika. © NDR Foto: Axel Franz
Ob Holz oder Kunststoff ist bei Schneidebrettern vor allem eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Ob für Fleisch, Gemüse, Brot oder Obst: Schneidebretter sind in der Küche unverzichtbar. Zugleich müssen sie einiges aushalten: Sie sollen scharfen Messern standhalten, keine Gerüche oder Verfärbungen von Lebensmitteln annehmen und sich gut und hygienisch reinigen lassen. Im Handel sind meist Bretter aus Kunststoff und Holz, aber auch aus Glas oder Stein erhältlich. Welche halten den Anforderungen am besten stand und wie sollte man sie pflegen?

Unterschiedliche Bretter für verschiedene Lebensmittel

Generell empfiehlt es sich, für die verschiedenen Lebensmittel unterschiedliche Bretter zu nutzen, also etwa eines für Fleisch, ein zweites für Obst oder Gemüse und ein drittes für Brot. Auf diese Weise verhindert man, dass sich eventuelle Keime etwa von Fleisch auf andere Lebensmittel übertragen. Keinesfalls sollte ein Brett, das zuvor zum Schneiden von rohem Fleisch genutzt wurde, danach ohne gründliche Reinigung für rohes Gemüse oder Obst benutzt werden.

Schneidebretter richtig reinigen

Anders als Kunststoffbretter sind Schneidebretter aus Holz meist nicht spülmaschinenfest - heiße Temperaturen und Spülmaschinenreiniger setzen dem Holz zu und lassen es rissig werden. Auf die Hygiene hat die Art der Reinigung aber keinen Einfluss - ob per Hand oder Spülmaschine gereinigt, beide Methoden sind Studien zufolge gleichermaßen hygienisch. Um Keime zuverlässig abzutöten, empfehlen Experten dennoch, Schneidebretter möglichst heiß zu reinigen und für Bretter, die in die Spülmaschine dürfen, ein Spülprogramm mit mindestens 60 Grad zu wählen. Beim Spülen per Hand heißes Wasser und Spülmittel benutzen und auf saubere Schwämme achten. Wichtig: Bretter immer gut trocknen lassen, denn die meisten Keime sind nicht trocknungsresistent.

Holz oder Plastik?

Gurke wird auf einem Bambusbrett mit einem Messer in Scheiben geschnitten. © Fotolia.com Foto: Alliance
Holzbretter sind gut geeignet für Gemüse und Obst, neigen aber bei einigen Lebensmitteln zum Verfärben.

Unhygienischer sind Holzbretter also nicht. Studien zeigen sogar, dass bestimmte Holzsorten wie Kiefer, Bambus oder Olive antimikrobielle Eigenschaften besitzen. Dadurch werden Keime, die am Holz hängen bleiben, möglicherweise abgetötet. Ein weiterer Vorteil von Holz: Das Material kann kleine Schnitte ausgleichen, weil es quellen kann. Wenn ein Brett sehr viele Rillen oder Kerben vom Schneiden aufweist, sollte man es aber austauschen, da sich in den Rillen Keime festsetzen können. Manche Holzbretter lassen sich auch abschleifen.

Kunststoffbretter haben den Vorteil, dass sie sich problemlos in der Spülmaschine reinigen lassen. Außerdem sind sie meist deutlich günstiger als Holzbretter. Besonders gut geeignet sind sie für Lebensmittel, die intensive Gerüche entwickeln, wie etwa Zwiebeln, oder auch für stark färbende Gemüsesorten wie beispielsweise Rote Bete. Holzbretter neigen dazu, sich zu verfärben. Auch Gerüche haften ihnen mitunter länger an, weil sie sich nicht so heiß reinigen lassen.

Glas und Marmor lassen Messer abstumpfen

Neben Brettern aus Holz oder Kunststoff sind im Handel auch Glas- und Marmorbretter erhältlich. Diese sind zwar gut zu reinigen, ihre Oberfläche ist jedoch so hart, dass sich Messer auf ihnen schnell abstumpfen. Bretter aus Marmor sollten zudem nur per Hand gespült werden, da sie weder Spülmaschinenreiniger noch hohe Temperaturen vertragen.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 06.01.2019 | 07:35 Uhr

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