Stand: 28.05.2018 12:25 Uhr

Plastik vermeiden: Tipps für weniger Müll

Im Selbstversuch hat Markt Autor Uwe Leiterer schon auf Zucker und Fleisch verzichtet. Jetzt möchte er herausfinden, ob er ohne Plastik leben kann - und wie sich der Verzicht auf seine Gesundheit auswirkt. Im Blog berichtet Uwe jede Woche über seine Erfahrungen.

von Uwe Leiterer

Nach gut fünf Wochen Plastikfasten erstaunt mich der Blick in die Gelbe Tonne: Sie wurde schon zwei Mal nicht geleert und ist nicht einmal zu einem Viertel gefüllt. Die Überprüfung mit der Waage bestätigt meinen Eindruck: Während der vier Wochen vor meinem Plastik-Experiment waren es 2,93 Kilogramm Plastikmüll, jetzt sind es nur noch 240 Gramm - gesammelt in fünfeinhalb Wochen. Der Verzicht auf Plastikverpackungen lohnt sich also. Mit den folgenden Tipps können auch Sie Plastikmüll vermeiden: Machen Sie mit!

Plastik

Plastik vermeiden: Tipps für weniger Müll

Markt

Nur 240 Gramm Plastikmüll in fünfeinhalb Wochen hat die Familie von Markt Autor Uwe Leiterer produziert. Mit diesen Tipps reduzieren auch Sie den Verpackungsmüll.

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Tipp 1: Taschen, Beutel und Dosen mitnehmen

Ich gehe nicht mehr ohne Taschen, Beutel und Dosen aus dem Haus. Denn sonst kommt man im Supermarkt schnell in die Verlegenheit, Plastiktüten zu verwenden - etwa in der Obst- und Gemüseabteilung oder an der Käse- und Wursttheke. In Bioläden und einigen Supermärkten kann man frische Ware in mitgebrachte Behälter füllen lassen.

Tipp 2: Auf dem Markt einkaufen

Besonders unkompliziert finde ich den Einkauf auf dem Wochenmarkt: Dort füllen die Verkäuferinnen und Verkäufer frische Lebensmittel gern in meine mitgebrachten Behälter. Das Schöne daran: Man muss sich nicht ständig dafür rechtfertigen, dass man auf Plastikverpackungen verzichten möchte. Das habe ich im Supermarkt auch anders erlebt.

Tipp 3: Auf Tetrapaks und Plastikflaschen verzichten

Den größten Anteil am Müll hatten bei uns Getränkekartons. Jetzt kaufe ich Milch, Fruchtsaft und Mineralwasser nur noch in Glasflaschen. Die sind schwerer als Plastikflaschen aus PET. Aber ich halte das PET-Recycling für eine Mogelpackung, denn daraus werden keine neuen Flaschen - angeblich aus hygienischen Gründen.

Tipp 4: Plastik mehrfach verwenden

Nicht jede Plastikverpackung muss man sofort wegwerfen. Leere Shampoo- und Duschgelflaschen lassen sich zum Beispiel in einem Unverpackt-Laden nachfüllen. Plastikdosen für Eiscreme kann man hervorragend als Brotdosen benutzen.

Tipp 5: Lebensmittel für eine Woche kaufen

Einkaufen ohne Plastik kostet unglaublich viel Zeit. Deshalb lohnt es sich, die Einkäufe zu bündeln und beispielsweise Lebensmittel für eine Woche im Voraus zu kaufen. Ich mache mir jedesmal einen detaillierten Plan, welche Produkte ich wo ohne Plastikverpackung bekomme.

Tipp 6: Frisch kochen

Für meine Familie koche ich nur noch Gerichte, die ohne Zutaten in Plastikverpackung auskommen. Einen Bogen mache ich zum Beispiel um Mozzarella, denn den gibt es nur in Plastik. Auch Fertiggerichte sind tabu. Ideal finde ich selbst gekochte vegetarische Gerichte.

Tipp 7: Kaffeebecher mitnehmen

In Deutschland verbrauchen wir 320.000 Einwegbecher - pro Stunde. Die meisten sind außen aus Pappe und haben innen eine dünne Plastikschicht. Der Deckel ist fast immer aus Plastik. Für einen Kaffee unterwegs habe ich immer einen Thermobecher dabei - und ein Tuch zum Sauberwischen, damit meine Tasche keine Flecken bekommt.

Weitere Informationen

Leben ohne Plastik - ein Selbstversuch

Ein Leben ohne Plastik probiert Markt Autor Uwe Leiterer im Selbstversuch aus. Gelingt der Verzicht auf Verpackungsmüll? Und wie wirkt er sich auf die Gesundheit aus? mehr

Dieses Thema im Programm:

Markt | 04.06.2018 | 20:15 Uhr

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