Stand: 26.01.2017 17:48 Uhr  | Archiv

PayPal und Co.: Bezahlsysteme im Internet

Ein Handy mit Einkaufswagen und Zahl auf dem Display im Supermarkt. © fotolia.com Foto: Maksym Yemelyanov
Beim Online-Einkauf gilt meist: Erst bezahlen, dann die Ware erhalten.

Wer im Internet einkauft, kennt das Problem: Nur noch wenige Firmen versenden Waren gegen Rechnung. Meist werden Vorauszahlung oder Bezahlung per Kreditkarte gefordert. Als Alternative haben sich spezielle Bezahlsysteme etabliert, die den Geldfluss zwischen Kunde und Händler regeln. So sollen die Bankdaten des Käufers dem Händler verborgen bleiben und eine seriöse Abwicklung garantiert werden. Neben Marktführer PayPal versucht sich das deutsche System paydirekt zu etablieren. NDR Wirtschaftsredakteur Nicolas Lieven vergleicht die Konkurrenten:

Wer steht hinter den Firmen?

PayPal ist ein amerikanisches Unternehmen. Die Daten der Kunden liegen auf Rechnern in den USA. Hinter paydirekt stehen die deutschen Banken und Sparkassen. Die Abwicklung erfolgt über Server in Deutschland.

Wie viele Menschen nutzen die Bezahlsysteme?

PayPal hat in Deutschland mehr als 17 Millionen Kunden, wickelt fast 20 Prozent aller Zahlungen im Online-Handel ab. Paydirekt spricht von 900.000 registrierten Nutzern, mit steigender Tendenz. Zum tatsächlichen Gebrauch der Plattform gibt paydirekt keine Zahlen bekannt.

Warum tun sich die Banken mit ihrem Angebot so schwer?

Neben PayPal gab es beim Start von paydirekt schon erfolgreiche Anbieter: etwa Sofortüberweisung.de oder mit Giropay das gemeinsame Angebot von Sparkassen, Genossenschaftsbanken und der Postbank. Der Markt ist also weitgehend aufgeteilt. Die Sparkassen als Marktführer unter den deutschen Kreditinstituten sind erst verspätet im vergangenen Frühjahr bei paydirekt eingestiegen.

Wo kann ich mit paydirekt bezahlen?

Bisher machen etwa 560 Online-Händler mit, darunter aber nur wenige große Namen wie etwa Saturn und Media Markt, die Drogeriekette dm oder die Versandapotheke DocMorris. Wenn Kunden paydirekt im Internet kaum begegnen, gibt es wenig Anreize, sich für den Dienst zu registrieren. PayPal ist dagegen im Handel sehr weit verbreitet.

Wie steht es mit der Sicherheit?

Wer PayPal nutzen will, muss sich bei dem Dienst anmelden und seine Bank- und Kreditkartendaten auf amerikanischen Servern hinterlegen. Laut PayPal werden die Kontodaten nicht an den Handel weitergegeben. Beim deutschen paydirekt bleiben die Daten bei der Bank des Kunden. Wer den Dienst nutzen will, braucht nur ein onlinefähiges Girokonto und ein damit verbundenes paydirekt-Konto. Im Prinzip ist das sicherer, weil kein Dritter dazwischengeschaltet ist.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | 25.01.2017 | 08:40 Uhr

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