Stand: 21.11.2016 10:39 Uhr  | Archiv

Mobilfunkvertrag richtig kündigen

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Worauf müssen Kunden bei der Kündigung des Mobilfunkvetrags achten?

Beim Abschluss eines Mobilfunkvertrags geht alles meist ganz schnell. Aber wenn es um eine Kündigung geht, arbeiten manche Mobilfunkanbieter mit Tricks. Kunden müssen sich deshalb oft länger als nötig mit einem alten Vertrag herumärgern. Darauf müssen Mobilfunkkunden bei einer Kündigung achten:

  • Fristen beachten: Vor der Kündigung sollten Verbraucher in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen die Fristen nachlesen und rechtzeitig kündigen.
  • Schriftlich kündigen: Jede Kündigung sollte schriftlich erfolgen. Rechtssicher ist beispielsweise der Versand per Einschreiben (Einwurf oder Rückschein).
  • Bestätigung einfordern: Zwar haben Verbraucher keinen Anspruch auf eine Kündigungsbestätigung. Dennoch lohnt es sich es, danach zu fragen - um im Streitfall etwas in der Hand zu haben.
  • Kündigung vom neuen Anbieter durchführen lassen: Das kann Zeit sparen und die Nerven schonen.

Kündigung: Die Tricks der Mobilfunkanbieter

  • Kündigungsdatum geändert

    Trotz fristgerechter Kündigung akzeptieren einige Anbieter die Kündigung erst zu einem späteren Zeitpunkt - denn sie verdienen an jedem weiteren Monat.

  • Kündigung nur "vorgemerkt"

    Bei einigen Anbietern können Kunden im Internet eine Kündigung "vormerken" und erhalten dann eine E-Mail, in der um Rückruf gebeten wird - um die Kündigung zu bestätigen. Denn die Vormerkung ist noch keine rechtskräftige Kündigung.

  • Bitte um Rückruf

    Oft erhalten Mobilfunkkunden nach einer schriftlichen Kündigung einen Brief mit einer Bitte wie "Rufen Sie uns umgehend an, um die Kündigung zu bestätigen". Das ist unzulässig, hat das Landgericht Kiel entschieden. Die Aufforderung erwecke den falschen Anschein, dass die schriftliche Kündigung nicht ausreiche.

  • Umzugstrick

    Vor allem bei Kombi-Verträgen (Telefon und Internet) kommt es vor, dass Anbieter eine schriftliche Kündigung nicht anerkennen, weil der Kunde in der Zwischenzeit umgezogen ist. Wird der bereits gekündigte Vertrag in die neue Wohnung mitgenommen, verlängert er sich meist - oft ohne Kenntnis der Verbraucher.

  • Werbeanrufe

    Selbst nach erfolgter Kündigung versuchen Anbieter oft mit unzähligen Werbeanrufen, Kunden zu überzeugen, die Kündigung zu widerrufen oder ihnen einen neuen Vertrag aufzudrängen.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 21.11.2016 | 20:15 Uhr

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