Stand: 04.07.2019 11:00 Uhr

Lebensmittel richtig einkaufen statt wegwerfen

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Die meisten Lebensmittel sind viel zu schade, um sie wegzuwerfen.

Knapp 13 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle produzieren die Deutschen laut einer Studie der Universität Stuttgart pro Jahr. Der Großteil stammt von Privathaushalten, im Schnitt wirft jeder Bundesbürger pro Jahr rund 85 Kilogramm weg, etwa 37 Kilo davon wären vermeidbar. Es lohnt sich also, beim Einkauf von Lebensmitteln genau zu planen und diese zu Hause richtig zu lagern. Denn wer das tut, vermeidet nicht nur unnötigen Müll, sondern kann auch viel Geld sparen. Etwa 940 Euro pro Jahr sind für eine vierköpfige Familie drin, haben Experten errechnet.

Dreiköpfige Familie steht mit Haushaltshelferin um einen Tisch auf dem verschiedene Lebensmittel liegen

Weggeworfene Lebensmittel: Geld für die Tonne

Markt -

Jedes Jahr landen unvorstellbare Mengen Lebensmittel im Müll. Mit der richtigen Einkaufsplanung - besonders bei Obst und Gemüse - lässt sich monatlich viel Geld sparen.

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Gezielt einkaufen

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Einkaufswagen sind groß und verführen dazu, im Supermarkt mehr einzukaufen, als man benötigt.

Vor dem Einkauf sollte man sich genau überlegen, was man wann in welchen Mengen kochen oder essen möchte und sich einen entsprechenden Zettel schreiben. Wer sich nicht sicher ist, wann genau er die Lebensmittel verbraucht, sollte lieber eingefrorene oder abgepackte sowie portionierbare Produkte wählen. Damit ist man flexibler, etwa wenn weniger Gäste kommen als erwartet oder mal eine Mahlzeit ausfällt.

Richtig lagern

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In Kunststoffboxen bleiben Lebensmittel frisch, geben keine Gerüche ab und nehmen auch keine fremden an.

Richtig aufbewahrt halten sich die meisten Lebensmittel mehrere Tage. Kühlschränke haben verschiedene Kältezonen. Über der unteren Glasplatte ist es am kältesten: Dort lagern Fleisch, Wurst und Fisch am besten. Die Mitte ist für Käse und Milchprodukte geeignet, der obere Teil für zubereitete Speisen, die Türen für Butter und Eier. In Glas- oder Kunststoffbehältern mit Deckel halten Aufschnitt, Fleisch, Käse, Fisch und Gemüse besonders gut und nehmen keine fremden Gerüche an. Lebensmittel, die nicht in den Kühlschrank gehören, wie etwa Tomaten oder Bananen, am besten an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren.

Brot am Stück ist länger haltbar als geschnittenes. Am besten bewahrt man es in einem Tontopf auf oder wickelt es in ein sauberes Baumwoll- oder Leinentuch und legt es mit der Schnittfläche auf ein Holzbrett. So bleibt es etwa eine Woche frisch.

Einfach einfrieren

Von dem leckeren Abendessen oder Festtagsbraten ist noch etwas übrig? Oder man hat einfach zu viel Gemüse eingekauft? Kein Problem, einfach einfrieren und später genießen. Das Gemüse am besten vorher klein schneiden und kurz in kochendem Salzwasser blanchieren. Übrigens sind die meisten Lebensmittel zum Einfrieren geeignet, sogar Eier. Bei minus 18 Grad hält sich ein Ei ohne Schale sechs bis zehn Monate. Damit das Eigelb nicht geliert, etwas Zucker oder Salz dazugeben. Eiweiß lässt sich auch ohne Zugabe von Salz oder Zucker einfrieren. Tiefgekühlt hält es bis zu einem Jahr.

Reste sinnvoll verwerten

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Leckere Hausmannskost: Aus gekochten Kartoffeln lassen sich leicht ein Bauernfrühstück oder Bratkartoffeln zubereiten.

Aus gekochten Resten lässt sich auch im Handumdrehen ein leckeres warmes Essen zubereiten. Aus Kartoffeln etwa wird mit Ei und Schinken ein herzhaftes Bauernfrühstück, Nudeln schmecken gebraten mit Gemüse, etwas Käse und Schinken. Wer Sojasoße in der Küche hat, kann daraus auch eine leckere asiatische Nudelpfanne machen. Gemüsereste eignen sich für eine Suppe, die durch frische Kräuter oder Pesto den richtigen Pfiff bekommt, Bratenreste schmecken als Aufschnitt mit Senf oder Meerrettich oder als Salat.

Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen? In der Regel kein Problem

Lebensmittel müssen nicht grundsätzlich weggeworfen werden, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Es handelt sich dabei nur um eine individuelle Empfehlung der Hersteller. Viele Produkte sind bei richtiger Lagerung auch darüber hinaus noch problemlos genießbar, zum Beispiel Milch- und Trockenprodukte oder Konserven. Ein Seh- und Riechtest gibt Aufschluss darüber, ob das Lebensmittel noch genießbar ist: Riecht es einwandfrei und hat sich kein Schimmel gebildet, kann man es bedenkenlos essen.

Ganz anders verhält es sich mit dem sogenannten Verbrauchsdatum, das beispielsweise auf frischem, abgepacktem Fleisch oder Fisch zu finden ist. Daran sollten sich Verbraucher halten, denn beim Verzehr verdorbener Ware können sie erkranken.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 04.07.2019 | 08:00 Uhr

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