Internet: Den richtigen Anbieter und Tarif finden

Stand: 12.02.2021 15:47 Uhr

Tagsüber Homeoffice und abends einen Film streamen: In Zeiten von Corona ist eine stabile und schnelle Internetverbindung wichtig. So finden Sie einen zuverlässigen Anbieter.

Für den Internetzugang werden verschiedene Technologien angeboten:

  • Bei DSL ist man über das Telefonkabel mit dem Internet verbunden. Damit sind beim Herunterladen von Daten (Download) zwischen 16 und 250 Megabit pro Sekunde (MBit/s) möglich. Entscheidend für die Geschwindigkeit ist der technische Stand der Verteilerkästen an der Straße und die Länge der Telefonkabel ins Haus. 

  • Viel schneller als DSL ist ein direkter Anschluss mit Glasfaser. Damit sind 1.000 Mbit/s und mehr möglich. Aktuell profitieren davon aber nur wenige. Vor allem auf dem Land geht der Ausbau der Zukunftstechnik nur schleppend voran.

  • Über das TV-Kabel sind Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 MBit/s möglich.

  • Über die Mobilfunk-Technik 5G ist oft auch zu Hause ein schneller Internetzugang möglich - je nach Empfangsqualität liegt die Geschwindigkeit zwischen 500 und 1.500 MBit/s. Allerdings ist eine Internet-Flatrate per Mobilfunk deutlich teurer als bei anderen Anschlussarten.

Verfügbarkeit der Anschlüsse

Pro Hausanschluss gibt es entweder einen oder gar keinen Kabelanbieter. Bei DSL-Anschlüssen hat man nur scheinbar eine größere Auswahl, denn in der Regel nutzen alle Anbieter die gleiche Technik - die Telefonleitungen der Telekom. Sie erreichen daher auch oft ähnliche Geschwindigkeiten.

So schnell muss Ihr Internetzugang sein

Wer E-Mails schreibt und gelegentlich Internetseiten aufruft, kommt mit einer relativ geringen Geschwindigkeit von wenigen MBit/s aus. Wer gerne Video-Streamingdienste nutzt oder größere Dateien herunterlädt, braucht mindestens 50 MBit/s. Familien oder Wohngemeinschaften sollten mindestens 250 MBit/s wählen.Für die Teilnahme an Video-Konferenzen sollte der Upload-Geschwindigkeit mindestens 10 MBit/s betragen, um das eigene Bild störungsfrei an die Gesprächspartner zu übertragen.

Hohe Internet-Geschwindigkeiten oft nicht erreicht

Viele Netzbetreiber werben mit einer hohen Geschwindigkeit, oft jedoch mit dem Hinweis "bis zu". In der Realität liegt die tatsächliche Geschwindigkeit meist deutlich darunter. Die Fachzeitschrift Computerbild hat zwischen dem 1. Juli 2019 und dem 30. Juni 2020 mehr als acht Millionen Speedtests ausgewertet. Im Durchschnitt lieferten die Anbieter nur gut 60 Prozent der beworbenen Geschwindigkeit. Die vertraglich zugesicherte Mindestgeschwindigkeit finden Verbraucherinnen und Verbraucher in den sogenannten Produktinformationsblättern der einzelnen Verträge.

Internet zu langsam: Fristlose Kündigung möglich

Erfüllt ein Internetanbieter den abgeschlossenen Vertrag nicht, können Verbraucherinnen und Verbraucher fristlos kündigen, rät Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg. Vor einer Kündigung muss der Anbieter jedoch schriftlich aufgefordert werden, die Störung zu beseitigen. Nicht erbrachte Leistungen kann man mithilfe eines Speedtests dokumentieren, zum Beispiel mit einer App der Bundesnetzagentur.  

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 15.02.2021 | 20:15 Uhr

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