Stand: 27.01.2015 14:59 Uhr  | Archiv

Thermo-Kaffeebecher im Test

Temperaturen um den Gefrierpunkt, Schneeregen und dann hat auch noch der Zug Verspätung. In solchen Momenten kann ein guter Thermobecher den Start in den Tag retten: einfach unterwegs ein Schluck heißer Kaffee oder Tee und schon breitet sich das warme Wohlgefühl aus. Aber welcher Becher hält besonders dicht und warm? Und wie praktisch sind die Dinger wirklich? Wir haben Becher von fünf verschiedenen Herstellern getestet - stundenlang, Starttemperatur rund 92,5 Grad Celsius. Hier kommt unser Ergebnis:

  • Platz 1: Travel Mug

    Wärme: Keiner hält in unserem Test so lange warm wie der Travel Mug von Emsa. Nach drei Stunden lag die Temperatur des eingefüllten heißen Wassers immer noch bei mehr als 74 Grad.
    Dichtigkeit: Dieser Becher ist für unterwegs geeignet. Nur wer ihn kopfüber kräftig schüttelt, wird dem Verschluss ein paar Spritzer entlocken können. Bei normalem Gebrauch hält er absolut dicht.
    Handlichkeit: Zum Trinken einfach den Druckknopf nach unten pressen bis zum Klick. Dann öffnet sich die sogenannte 360 Grad-Trinköffnung. Das bedeutet, dass man aus diesem Becher von jeder Seite trinken kann. Der Griff des Edelstahlbechers ist aus Gummi und fühlt sich deshalb angenehm handwarm an.
    Hygiene: Der Travel Mug ist spülmaschinentauglich. Der Deckel ist relativ einfach in zwei Teile zerlegbar. Die Teile und Kammern mit der Hand zu reinigen ist möglich, aber nicht so komfortabel.
    Extras: Anders als die anderen getesteten Becher hat der Travel Mug extralange fünf Jahre Herstellergarantie, verschiedene Farben.
    Preis: 20-25 Euro
    Fazit: Kein anderer im Test hält so lange warm. Der Emsa Travel Mug ist stabil und der Hersteller garantiert mit fünf Jahren ein recht langlebiges Produkt. Allerdings gehört der Becher auch zu den teuersten in unserem Vergleich.

  • Platz 2: Coffee Tumbler Lucy

    Wärme: Der Edelstahlbecher Coffee Tumbler Lucy von Starbucks hält lange warm. Nach drei Stunden besaß das eingefüllte kochende Wasser noch eine Temperatur von etwas mehr als 71 Grad.
    Dichtigkeit: Wer den Becher sorgfältig verschließt, wird seine Freude haben, er hält dicht. Am besten immer kurz den Stolper-Test machen und ihn kurz kopfüber ins Spülbecken halten. Wenn er dann noch Luft zieht, einfach etwas fester zudrehen oder den Nasenverschluss noch einmal andrücken.
    Handlichkeit: Der Becher ist ergonomisch geformt und wird an der gummierten Grifffläche etwas schlanker. Er lässt sich angenehm anfassen. Zum Trinken kann man den Nasenverschluss einfach aufklappen und am Becherrand einrasten lassen. Der Verschluss baumelt beim Trinken also nicht auf der Nase herum.
    Hygiene: Lucy ist nicht spülmaschinengeeignet aber das Reinigen mit der Hand geht sehr schnell und einfach. Es gibt nämlich keine Ecken, Kanten oder Kammern in denen sich Schmutz ansammeln könnte.
    Extras: Ergonomischer Griff
    Preis: circa 17 Euro
    Fazit: Dieser Becher macht Freude, er ist stabil und hält lange warm. Mit rund 17 Euro liegt er dazu noch im mittleren Preissegment.

  • Platz 3: Zak Thermobecher

    Wärme: Der Becher von Zak ist aus Kunststoff und hält nur etwa eine Stunde lang gut die Wärme. In unserem Test lag die gemessene Temperatur bereits nach zwei Stunden nur noch bei etwa 44 Grad. Dieser Becher ist also eher etwas für einen kürzeren Weg zur Arbeit.
    Dichtigkeit: Wer den Thermobecher gewissenhaft verschließt, wird begeistert sein. Er hält wirklich gut dicht. Am besten immer kurz den Stolper-Test machen und ihn kopfüber ins Spülbecken halten. Wenn er noch Luft zieht, einfach etwas fester zudrehen oder den Verschluss über der Trinköffnung noch einmal andrücken.
    Handlichkeit: Einfacher Nasenverschluss zum Auf- und Zuklappen. Der Becher ist besonders leicht, weil er aus Kunststoff besteht.
    Hygiene: Zak ist spülmaschinengeeignet, aber auch einfach mit der Hand abwaschbar. Er hat keine Ecken, Kanten oder Kammern, in denen sich Schmutz sammeln könnte.
    Extras: verschiedene Farben
    Preis: rund 8 Euro
    Fazit: Der Zak Thermobecher isoliert nicht übermäßig gut, hält aber sehr ordentlich dicht und ist günstig. Insgesamt ein prima Preis-Leistungsverhältnis.

  • Platz 4: Mighty Mug

    Wärme: Der Mighty Mug-Becher ist aus Kunststoff und hält nicht besonders lange warm. Nach nur einer Stunde war das eingefüllte Wasser in unserem Test nur noch 58 Grad heiß. Nach zwei Stunden lag die Temperatur sogar nur noch bei 44 Grad.
    Dichtigkeit: Der Mighty Mug ist größeren Belastungen nicht gewachsen. Wer den Deckel zu fest zuschraubt, überdreht ihn schnell. Der Verschluss hält nicht dicht, Getränke können deshalb in diesem Becher eigentlich nur aufrecht transportiert werden.
    Hygiene: Der Becher ist einfach zu reinigen und spülmaschinengeeignet.
    Handlichkeit: Zum Trinken einfach die Öffnung aufklappen, ähnlich wie beim Lucy- oder Zak-Thermobecher.
    Extras: Der Mighty Mug ist ein besonderer Becher mit patentierter "Smartgrip Technology". Das bedeutet, ein System am Boden des Bechers baut ein Vakuum auf sobald er auf einer ebenen, sauberen Oberfläche abgestellt wird. Der Becher saugt sich quasi fest. Man kann ihn zwar ohne Weiteres anheben, aber er fällt nicht um, wenn er versehentlich von der Seite angestoßen wird.
    Preis: rund 20 Euro
    Fazit: Die Smartgrip-Funktion des Mighty Mug ist klasse. Was aber Dichtigkeit und Isolierfunktion angeht, ist der Becher leider enttäuschend.

  • Platz 5: Hemlig

    Wärme: Der Hemlig von Ikea ist ein Reisebecher und kein echter Thermobecher. Er verliert die Wärme besonders schnell. In unserem Test hatte das heiße Wasser nach zwei Stunden nur noch 45 Grad.
    Dichtigkeit: Bei sorgfältigem Gebrauch und keiner übergroßen Belastung hält er dicht.
    Handlichkeit: Um trinken zu können, muss ein rundes Verschlussstück aus dem Deckel gehoben werden. Probleme gibt es besonders beim Auseinanderbauen des Verschlusses. Er besteht aus vielen Einzelteilen.
    Hygiene: Spülmaschinengeeignet. Das komplizierte Auseinanderbauen des Verschlusses ist allerdings nur etwas für Puzzleliebhaber.
    Extras: In die Wand des durchsichtigen Kunststoffbechers können individuelle Bilder eingefügt werden. Wir haben uns im Test für eine Postkarte als Dekoration entschieden.
    Preis: Mit rund 6 Euro der günstigste Becher im Test
    Fazit: Wer es schnell, einfach und wirklich heiß haben will, sollte lieber einen anderen Becher kaufen. Der Hemlig-Becher ist dafür individualisierbar und unschlagbar günstig.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 29.01.2015 | 06:10 Uhr

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