Stand: 05.04.2019 09:43 Uhr

Wie gut sind Hochtemperaturgrills?

von Moritz Kühn

Während die meisten herkömmlichen Grills nicht mehr als knapp 400 Grad schaffen, heizt ein Hochtemperaturgrill, auch als Beefer bekannt, dem Fleisch mit 800 Grad Oberhitze ein. Durch den leistungsstarken Infrarotbrenner kann sich die Oberfläche des Grillguts sofort versiegeln und karamellisieren. So kann fast kein Fleischsaft austreten. Das Ergebnis: In kurzer Zeit ein perfektes Steak -  außen knusprig-braun, innen saftig und zart.

Hochtemperaturgrills.

Wie gut sind Hochtemperaturgrills?

Markt -

Eine knusprig-braune Kruste, innen zart und saftig. Hochtemperaturgrills versprechen das perfekte Steak in Rekordzeit. Worauf sollte man beim Kauf achten?

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Vor- und Nachteile eines Hochtemperaturgrills

Im Gegensatz zu den normalen Grills sind die entweder mit Gas oder mittels elektrischen Stroms betriebenen Hochtemperaturgrills deutlich teurer. Den Original-"Beefer" gibt es in der Grundausstattung ab 699 Euro im Internet oder im Grillfachhandel. Allerdings bieten Discounter und Baumärkte mittlerweile alternative Modelle für weniger als 200 Euro an.

Im Vergleich zu den herkömmlichen Grillgräten bieten die Hochtemperaturgrills wenig Platz für das Grillgut. Oftmals passen nur maximal ein bis zwei Steaks auf den Grillrost. Dafür heizt sich das Gerät schnell auf und verbraucht wenig Energie. Und: Der Grillvorgang ist deutlich kürzer.

Ein weiterer Vorteil des Hochtemperaturgrills: Während des Grillprozesses entstehen deutlich weniger Rauch und kaum Fettbrand. Dadurch genügt für die Reinigung oftmals Wasser. Manche Hersteller bieten aber auch eigens für Edelstahlgrills konzipierte Putzmittel an.

Tipps für Kauf und Anwendung 

Grillweltmeister "Don" Marco Greulich empfiehlt beim Kauf und der Benutzung eines Hochtemperaturgrills einige Aspekte zu beachten.

Kauf:

  • Auf feine Einstellungsmöglichkeiten für den Abstand zum Infrarotbrenner durch zum Beispiel ein Drehrad achten.
  • Vorsicht bei zu dünnem Edelstahl-Gehäuse: Es kann sich im Laufe der Zeit und bei intensiver Benutzung verziehen. Sollte man keinen Millimeter-Maßstab dabei haben, am besten einmal auf das Gehäuse klopfen. Je dicker das Metall, desto dumpfer ist das Geräusch.

Anwendung:

  • Den Grillrost während des Aufheizvorgangs nicht mit erhitzen.
  • Das Fleisch mit wenig Abstand unter dem Oberhitze-Infrarotbrenner positionieren, bis die gewünschten Röstaromen erreicht sind. Danach mit großem Abstand bis zum gewünschten Gargrad weiter grillen.
  • Wichtig: Gewürze und Marinaden nur sehr sparsam verwenden, da diese bei großer Hitze verbrennen, am besten hinterher würzen.

Hochtemperaturgrill - eine Allzweckwaffe

Neben Steaks können auch andere Produkte auf dem Hochtemperaturgrill gegart werden - zum Beispiel Fisch und Meeresfrüchte wie Garnelen, Muscheln oder Hummer. Aber auch Gemüse- und Obstsorten eignen sich. Sofern das passende Zubehör (Pizzastein) vorhanden ist, können auch Pizzastücke erhitzt werden.

Billig heißt nicht schlechter

Der Markt-Test zeigt: Die günstigen Nachahmer-Modelle können mithalten mit dem Original-"Beefer" und bieten daher einen hervorragenden Einstieg in die Welt der Oberhitzegrills. Auf allen Geräten lassen sich schnell gute Grillergebnisse erzielen.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 08.04.2019 | 20:15 Uhr

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