Stand: 05.01.2018 12:21 Uhr

Fitnessuhren im Test: Messung oft ungenau

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Fitnessuhren sollen zu mehr Bewegung motivieren.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen rund 10.000 Schritte pro Tag, um fit zu bleiben. Wer aktiv ins neue Jahr starten möchte, kann sich von einer Fitnessuhr zu mehr Bewegung motivieren lassen. Die sogenannten Tracker zeichnen die Anzahl der Schritte auf, berechnen die zurückgelegte Strecke und ermitteln den Kalorienverbrauch. So können die Träger einer Fitnessuhr überprüfen, ob sie ihre sportlichen Ziele erreicht haben. Doch wie präzise ist die Messung? In einer Stichprobe vergleicht Markt günstige Fitnessuhren aus Sportgeschäften und Elektronikmärkten:

  • Mi Band 2 von Xiaomi für 36,40 Euro
  • Vivofit 3 von Garmin für rund 63 Euro
  • TomTom Touch für 67,99 Euro
  • Flex 2 von FitBit für 69,99 Euro

Neben der Anzahl der Schritte, der zurückgelegten Distanz und dem Kalorienverbrauch messen die Fitnessuhren von Mi und TomTom auch den Puls.

Vier verschiedene Fitnessuhren.

Fitnessuhren im Test: Messung oft ungenau

Markt -

Fitnessuhren sollen zu mehr Bewegung motivieren. Dazu messen sie die zurückgelegte Strecke. In einer Stichprobe vergleicht Markt Modelle von FitBit, Garmin, Xiaomi und TomTom.

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Smartphone-App wertet Daten aus

Alle Fitnessuhren in der Stichprobe benötigen eine Smartphone-App. Nur durch die Eingabe persönlicher Daten wie Alter, Gewicht und Geschlecht können sie die erfassten Schritte auswerten. Die Ergebnisse werden in der App in Form von Grafiken und Tabellen dargestellt. Das Herunterladen und Installieren der Apps stellte im Praxistest kein Problem dar.

Messungen teilweise sehr ungenau

Die Fitnessuhren ermitteln per Sensor Armbewegungen und rechnen sie in Schritte um. Im Praxistest verfälschten Alltagsbewegungen wie Staubsaugen oder Aufräumen die Ergebnisse. Beim Joggen auf dem Laufband legten Probanden exakt 2.000 Meter zurück. Die von den Uhren gemessenen Werte wichen zum Teil stark davon ab:

  • Garmin Vivofit - 2.164 Meter
  • Xiaomi Mi Band 2 - 2.400 Meter
  • Fitbit Flex 2 - 2.600 Meter
  • TomTom - 2.900 Meter

Wer Ansporn braucht, um im Alltag aktiver zu werden, für den können Fitnessuhren eine Lösung sein. Die Geräte bieten einen Überblick über die tägliche Lauf- und Bewegungsleistung. Präzise Messungen lieferten im Praxistest aber nicht einmal die teureren Fitnessuhren.

Das sagen die Hersteller

  • Garmin

    "Grundsätzlich ist eine tatsächliche "Strecken"-messung auf einem Laufband und mit einem Fitness-Tracker ohne GPS nicht möglich, sondern lediglich eine Strecken-Schätzung, die auf Basis der Schrittzahl berechnet wird."

  • Fitbit

    "Fitbit-Geräte haben einen fein abgestimmten Algorithmus für die Schrittzählung. Der Algorithmus wurde entwickelt, um nach Intensitäts- und Bewegungsmustern zu suchen, die am deutlichsten auf Laufbewegungen hinweisen. Wenn Sie am Schreibtisch arbeiten, kochen oder andere Armbewegungen ausführen, kann ein Gerät an Ihrem Handgelenk einige zusätzliche Schritte aufgreifen, wenn es denkt, dass Sie gehen."

  • Xiaomi

    Keine Stellungnahme

  • TomTom

    Keine Stellungnahme

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Sportuhren oder sogenannte Fitnesstracker sammeln Daten über Herzfrequenz, Schrittzahl oder Kalorienverbrauch. Doch diese Daten werden oft an Dritte weitergegeben, kritisieren Datenschützer. Audio (01:33 min)

Dieses Thema im Programm:

Markt | 08.01.2018 | 20:15 Uhr

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