Fertigplatten aus Hartschaum: Perfekt fürs Bad

Stand: 19.10.2020 09:12 Uhr

Sind Waschbecken, Dusche und WC bei einer Badsanierung endlich rausgerissen, müssen Löcher und Risse an der Wand verschwinden. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: mit Putz oder Platten.

Putz auf größeren Flächen verarbeiten - das ist richtig viel Arbeit und kostet: Etwa 25 Kilogramm Mörtel reichen gerade einmal für einen Quadratmeter Wandfläche. Und Verputzen ist etwas für Feinmotoriker. Denn auf glatte Wandstellen muss etwa ein Zentimeter Putz, für unebene Stellen braucht man hingegen drei Zentimeter. Das hat nicht jeder im Gefühl, modelliert aus Versehen ein Mittelgebirge auf die Badezimmerwand und sieht es erst, wenn es zu spät, also der Putz trocken ist.

Verputzen: die richtige Mischung und viel Geduld

Wer dennoch verputzen muss: Die Masse dafür unbedingt im richtigen Mix mit Wasser anrühren. Auch das braucht Augenmaß und Feingefühl. Denn Putz muss schön geschmeidig sein, aber nicht zu dünn, damit er gut an der Wand haftet. Deshalb am Anfang lieber weniger Wasser dazugeben. Und eventuell später etwas weiter verdünnen, nach dem Motto: "Der Klügere kippt nach". Wichtig: nur sauberes Trinkwasser verwenden.

Bevor man die erste Kelle Putz an die Wand klatscht, die Mauer leicht anfeuchten. Dann zuerst große Hohlräume füllen. Dabei am besten mit zwei Putz- oder Maurerkellen arbeiten - und die Masse damit wie einen Kuchenteig kneten und glätten, um anschließend den Putz aufzutragen.

Putz braucht lange, um zu trocknen. Pro Millimeter Putzstärke einen Tag. Bis eine Wand richtig durchgetrocknet ist, vergehen also gut und gerne bis zu drei Wochen. Das zieht einen Bad-Umbau schon mal in die Länge. Aber wer selbst verputzt, spart sich die Kosten für die Handwerker.

Bauplatten sind leicht und feuchtebeständig

Fliesenkleber wird auf die Rückseite der Bauplatte aufgetragen. © NDR
Die Bauplatten haften mit Fliesenkleber auf dem Untergrund.

Deutlich schneller als Verputzen läuft der Umbau, wenn man Bauplatten auf Zementbasis an die Rohbau-Wände klebt. Die Platten aus Hartschaum, verdichtet mit Glasfaser und Zement, gibt es im Baumarkt in unterschiedlichen Größen und Stärken. Ihr großer Vorteil: Sie eignen sich ideal für Bäder, denn sie sind wasserundurchlässig, dämmen gut und verhindern die Bildung von Schimmelpilzen. Und die Platten sind leicht. So ersetzt eine zwei Kilogramm schwere Platte 20 Kilogramm Putz.

Platten: Schnelle, einfache Bearbeitung

Bauplatte vor dem Zuschneiden abmessen. © NDR/nonfictionplanet
Für das Zuschneiden reicht ein Cutter-Messer. Es geht auch aber auch mit einer Stichsäge.

Die Platten lassen sich mit einem Cutter-Messer ganz einfach zuschneiden. Vorher exakt mit dem Zollstock ausmessen, denn anders als Putz lassen sich die Platten nur insgesamt hin- und herschieben, nicht jedoch flexibel auf der Wand verstreichen. Auch Ecken und Winkel lassen sich gut per Zollstock abmessen und auf die Platte übertragen: Den Zollstock einfach in dem entsprechenden Winkel auf die Platte legen und diese passend zuschneiden.

Mit mehreren dicken Fliesenkleber-Klecksen haften Bauplatten auf fast jedem Untergrund. Einmal an die Wand gedrückt, lässt sich jede Platte noch exakt ausrichten, solange der Kleber frisch ist. Dann schon die nächste Platte anbringen und so schnell vorankommen: Etwa sechs Quadratmeter schafft man in einer Stunde.

Weitere Vorteile von Bauplatten: Vorher muss nichts grundiert werden, niemand schleppt sich mit schweren Zement- oder Putz-Säcken ab. Sind die Bauplatten einmal an der Wand, gibt es keine Trockenphasen-Zwangspause, kein Grundieren oder Verspachteln. Es geht gleich weiter: Die ersten Fliesen können verklebt werden.

Platten aus Estrich oder Gips für den Badausbau

Mit mehreren dicken Fliesenkleber-Klecksen haften Bauplatten auf fast jedem Untergrund. Einmal an die Wand gedrückt, lässt sich jede Platte noch exakt ausrichten, solange der Kleber frisch ist. Dann schon die nächste Platte anbringen und so schnell vorankommen: Etwa sechs Quadratmeter schafft man in einer Stunde.

Weitere Vorteile von Bauplatten: Vorher muss nichts grundiert werden, niemand schleppt sich mit schweren Zement- oder Putz-Säcken ab. Sind die Bauplatten einmal an der Wand, gibt es keine Trockenphasen-Zwangspause, kein Grundieren oder Verspachteln. Es geht gleich weiter: Die ersten Fliesen können verklebt werden.

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Im noch nicht fertigen Badezimmer steht eine Badewanne. © imago stock&people

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Dieses Thema im Programm:

Mach kein Murks! | 19.10.2020 | 21:00 Uhr

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