Stand: 24.09.2018 12:55 Uhr

Einkäufe sicher mit dem Fahrrad transportieren

von Matthias Adelmund
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Viele Menschen nutzen das Fahrrad zum Einkaufen. Doch wohin mit den Einkäufen?

Umweltfreundlich, gesund, kostensparend: Viele Menschen setzen für den Weg zur Arbeit oder zur Erledigung alltäglicher Dinge aufs Fahrrad. Doch taugt der Drahtesel auch für den Großeinkauf? Markt stellt verschiedene Möglichkeiten für den Transport vor: Fahrradkörbe, Satteltaschen, Fahrrad-Anhänger und ein Lastenrad.

Mann mit Fahrradanhänger

Bequem und sicher mit dem Fahrrad einkaufen

Markt -

Fahrradfahren ist umweltfreundlich, gesund und günstig. Doch beim Einkaufen wird es manchmal kritisch. Wie können Taschen und Kisten sicher transportiert werden?

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Fahrradkorb, Satteltasche oder Anhänger?

So vielfältig das Transportangebot ist, so unterschiedlich sind die Einsatzmöglichkeiten:

  • Fahrradkorb: Fahrradkörbe dürfen bis zu sieben Kilogramm zuladen und eignen sich eher für kleinere Besorgungen. Achtung: Wird der Korb weit oben am Rad angebracht, beispielsweise am Lenker, ändert sich der Schwerpunkt und damit auch das Fahrverhalten. Fahrradkörbe sind vor allem für Singlehaushalte geeignet. Es gibt sie je nach Ausführung ab circa 15 Euro.

  • Satteltasche: Satteltaschen bieten einen recht großen Stauraum. Durch die Anbringung am Gepäckträger bleibt der Schwerpunkt weiter unten und die Last lässt sich gut auf beide Seiten verteilen. Das Fahrverhalten wird so nicht beeinträchtigt. Satteltaschen eignen sich für Pärchenhaushalte. Sie gibt es je nach Ausführung ab etwa 50 Euro.

  • Anhänger: Im Fahrradanhänger lässt sich ein kompletter Familieneinkauf verstauen. In vielen Modellen finden auch Kinder bequem Platz und können mitfahren, beispielsweise auf Ausflügen. Wichtig ist jedoch, für einen Anhänger ausschließlich die vorgesehenen Befestigungsmaterialien zu nutzen. Ansonsten kann das Gefährt sich lösen und schlimme Unfälle verursachen. Auch Fahrradanhänger gibt es - je nach Ausführung - bereits ab etwa 50 Euro.

  • Lastenfahrrad: Lastenfahrräder sind mit einem Preis ab etwa 1.000 Euro die teuerste Transport-Variante. Mit empfehlenswertem Elektroantrieb können sie schnell mehrere Tausend Euro kosten. Auch sie eignen sich dank ihrer Staufläche ebenfalls gut für Familien. Einige Hersteller bieten außerdem besondere Sitzschalen an, sodass Kinder auf der Ladefläche Platz nehmen können. Durch ihren Aufbau sind Lastenräder anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, was das Fahrverhalten angeht.

Lastenräder mit und ohne Tretunterstützung

Lastenräder gibt es mit zwei oder drei Rädern sowie mit oder ohne Tretunterstützung. Verkehrsrechtlich gelten sie bis maximal 25 Kilometer pro Stunde (km/h) noch als Fahrräder. Wer mit dem Lastenrad unterwegs ist, hat also die gleichen Rechte und Pflichten wie ein Radfahrer.

Links

Ist das Lastenrad eine Alternative zum Auto?

Der ADAC bietet Informationen rund ums Lastenrad. extern

Lastenfahrräder mit elektronischer Tretunterstützung sind sogenannte Pedelecs. Der Elektroantrieb unterstützt den Fahrer beim Treten, was den Transport von schweren Lasten noch einfacher macht. Der Motor stoppt seinen Dienst, sobald 25 km/h erreicht sind.

Sogenannte S-Pedelecs fahren deutlich schneller: Sie bringen dann auch bis zu 45 km/h auf den Tacho - und sind quasi Mopeds. Lastenräder dieser Art dürfen nicht mehr ohne Helm und vor allem auch nicht auf dem Radweg gefahren werden. Außerdem ist dann eine Mofaversicherung notwendig.

Service: Lastenräder ausleihen

Lastenräder sind teuer, in immer mehr Kommunen in Norddeutschland gibt es inzwischen jedoch die Möglichkeit, Lastenräder sogar kostenlos auszuleihen. Vereine und Institutionen bieten diesen Service unter anderem in folgenden Städten an:

  • Aurich
  • Braunschweig
  • Bremen
  • Flensburg
  • Hamburg
  • Hannover
  • Jever
  • Kiel
  • Norderstedt
  • Oldenburg
  • Wilhelmshaven

Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

Markt | 24.09.2018 | 20:15 Uhr

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