Stand: 27.03.2017 11:43 Uhr  | Archiv

Tipps: Eier gesund zubereiten

Aufgeschlagenes Ei © Fotolia.com Foto:  NOBU
Eier sind gesund, wenn man sie in Maßen genießt und bei der Zubereitung wenig Fett verwendet.

Eier lassen sich vielseitig zubereiten, zum Beispiel als Rührei, Spiegelei, gekochtes Frühstücksei oder als natürliches Bindemittel in Soßen und Kuchen. Wegen ihres relativ hohen Cholesteringehalts standen Eier lange im Verdacht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu begünstigen. Doch aktuelle Studien zeigen, dass sie den Cholesterinspiegel im Blut nicht beeinflussen. "Wenn wir mehr Cholesterin zu uns nehmen, produziert unser Körper einfach weniger", sagt Ernährungswissenschaftlerin Katrin Kleinesper.

Rührei enthält viel Fett

In einem mittelgroßen Ei stecken sechs Gramm Fett - ein Großteil davon im Eigelb. Ein Rührei aus drei Eiern deckt bereits ein knapp Drittel des Tagesbedarfs an Fett von 60 Gramm. Immerhin hat das Fett im Ei das optimale Verhältnis von guten (ungesättigten) und schlechten (gesättigten) Fettsäuren. Ungesättigte Fettsäuren können den Cholesterinspiegel im Körper senken, gesättigte Fettsäuren treiben ihn eher in die Höhe.

Zehn Fragen und Antworten zum Ei

1. Was bedeutet der Stempel auf dem Ei?

Jedes Ei muss mit einem Stempelaufdruck versehen werden. Daran lässt sich die Haltung, das Herkunftsland und der Legebetrieb erkennen. Die erste Ziffer des Herkunftsstempels steht für die Haltungsform. Die Buchstabenabkürzung steht für das Herkunftsland. DE steht für Deutschland. Es folgt dann die Nummer des Betriebs. Immer mehr Betriebe drucken die Informationen auch auf die Verpackung oder stellen sie im Internet bereit. Dort können Verbraucher die aufgestempelte Kontrollnummer eintippen, um beispielsweise Fotos vom Legebetrieb zu sehen.

Eier kochen, aber nicht zu lange

In Eiern stecken wertvolle Nährstoffe wie Eiweiß, Eisen, Phosphor sowie die Vitamine A, D und B. Einige Nährstoffe wie Eiweiß und Biotin - wichtig für Haut, Haare und Nägel - kann der Körper erst richtig aufnehmen, wenn das Ei erhitzt wurde, sagt Ernährungsexpertin Kleinesper. Zu lange kochen sollte man Eier aber nicht. Nach mehr als zehn Minuten kann sich am Dotter ein blauschwarzer Rand bilden - ein Zeichen dafür, dass im Eigelb enthaltenes Eisen mit dem Eiweiß reagiert hat.

Wenn man die Schale anpiekst oder das Ei abschreckt, sollte man es nach spätestens drei bis vier Tagen essen. Denn durch die verletzte Schale können Bakterien ins Ei gelangen. Dadurch verdirbt es schneller. Gefärbte Eier aus dem Supermarkt und vom Discounter sind mit einem Schutzlack überzogen, der vor einem Bakterienbefall schützt.

Eier sind gesünder als ihr Ruf

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, Eier "in Maßen" zu genießen. Ein Ei hat je nach Größe durchschnittlich circa 50 bis 90 Kilokalorien. Am gesündesten sind gekochte Eier, weil sie weniger Fett enthalten als Rührei und Spiegelei. Diese sollte man mit möglichst wenig Fett zubereiten.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 27.03.2017 | 20:15 Uhr

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