Stand: 03.06.2016 05:18 Uhr  | Archiv

DLRG gibt Schwimmtipps

Badeseen, Küsten, Freibäder - jetzt im Sommer zieht es viele Menschen in Norddeutschland ins kühle Nass. Einige wollen sich erfrischen, andere ein paar Bahnen ziehen. Doch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt: Immer wieder kommt es durch Unachtsamkeit oder Leichtsinn zu schweren Unfällen.

Planschen, baden, schwimmen - aber sicher

DLRG-Tipps für sicheres Schwimmen

Auch wenn die Zahlen dramatisch sind: 80 Prozent aller tödlichen Badeunfälle sind nach DLRG-Angaben vermeidbar. Also: Wer einige grundsätzliche Tipps der Lebensretter beachtet, kann den Wasserspaß ungetrübt genießen:

  • Nur an bewachten Badestellen schwimmen gehen und Warnhinweise beachten.

  • Nie unbeaufsichtigt schwimmen.

  • Eltern sollten kleine Kinder am und im Wasser nie aus den Augen lassen.

  • Nie in unbekannte Gewässer springen. Kopfsprünge im Ufer- und Flachwasserbereich können lebensgefährlich sein oder zu schwersten dauerhaften Gesundheitsschäden wie Querschnittslähmung führen.

  • Erkundigen Sie sich bei Einheimischen über besondere Gefahren von unbekannten Gewässern.

  • Die eigene Leistungsfähigkeit nicht überschätzen - nicht übermütig werden.

  • Auch nach mehreren Tagen ist bei tiefen Gewässern nur die Oberfläche angenehm warm. Weiter unten ist es kalt - das kann zu Unterkühlung und Krämpfen führen und lebensgefährlich werden.

  • Luftmatratzen, Schlauchboote und Gummitiere sind gefährliches Spielzeug und können leicht abgetrieben werden.

  • Trinken Sie vor dem Baden keinen Alkohol und vermeiden Sie es, unmittelbar vor dem Schwimmen zu essen.

Besondere Vorsicht ist auch in offenen Gewässern, im Meer und Flüssen geboten:

  • In Flüssen führen Strömungen, Brückenpfeiler, Sogwirkungen, Unterwasserhindernisse und Schiffsfahrrinnen zu unkalkulierbaren Risiken.

  • Beim Baden im Meer können Gezeiten und nicht erkennbare Strömungen sowie starke ablandige Winde auch gute Schwimmer in Lebensgefahr bringen.

Selbst Retter werden

Die DRK-Wasserwacht klagt seit Jahren darüber, dass sich zu wenig Ehrenamtliche melden. In Mecklenburg-Vorpommern arbeiten derzeit etwa 390 Rettungsschwimmer - alle sind ehrenamtlich im Einsatz. Wer mit dem Gedanken spielt, sich ebenfalls zum Rettungsschwimmer ausbilden zu lassen, findet alle Informationen auf den Seiten der Wasserwacht des DRK und der DLRG.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR//Aktuell | 23.07.2014 | 20:15 Uhr

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