Stand: 21.09.2018 11:56 Uhr

Berufsunfähigkeit: Tipps zur Versicherung

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Berufsunfähigkeit ist meist ein hartes Schicksal - umso schlimmer, wenn dann die Versicherung nicht zahlt.

Nicht mehr selbst für sein Einkommen sorgen zu können, ist für die meisten Menschen eine Horrorvorstellung. Eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit soll vorsorgen. Dafür zahlen Verbraucher viel Geld, denn eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist relativ teuer. Trotzdem werden viele Anträge auf Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung abgelehnt. Markt erklärt, worauf Verbraucher beim Vertragsabschluss achten müssen.

Daniel S

Berufsunfähigkeit: Schwerkranker kämpft gegen Versicherung

Markt -

Daniel S. leidet an einer Stoffwechselerkrankung. Seit Monaten kann der Familienvater nicht arbeiten, doch alle Kosten laufen weiter und die Berufsunfähigkeitsversicherung will nicht zahlen.

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Berufsunfähigkeit nur schwer zu bestimmen

In den meisten Vertragsbedingungen steht, dass eine Rente gezahlt wird, sobald der Versicherte mindestens zu 50 Prozent berufsunfähig ist. Der genaue Prozentsatz ist jedoch in der Praxis nur sehr schwer zu bestimmen. Damit ist der Streit zwischen den Versicherungen und ihren Kunden programmiert.

Darauf müssen Sie beim Vertragsabschluss achten

  • Sinn der Versicherung klären: Um zu klären, ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung wirklich sinnvoll ist, sollten Verbraucher sich die Frage stellen: Was müsste passieren, dass man seinen Beruf nicht mehr ausüben kann? Je eindeutiger sich die Frage beantworten lässt, umso sinnvoller ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung. In der Regel trifft das auf handwerkliche Tätigkeiten zu. In akademischen Berufen steigt die Zahl psychischer Erkrankungen wie Burn-out.

  • Vorerkrankungen nennen: Bei Streits mit Berufsunfähigkeitsversicherern geht es oft um die Verletzung sogenannter Anzeigepflichten. Dazu kommt es, wenn Kunden Vorerkrankungen oder Arztbesuche bei Vertragsabschluss nicht angegeben haben. Verbraucher sollten sich daher genug Zeit nehmen, um die Gesundheitsfragen detailliert zu beantworten. Um auf der sicheren Seite zu sein, kann man zum Beispiel den Arzt oder die Krankenkasse um einen Krankheitsverlauf bitten.

  • Verweisungsklausel meiden: Abzuraten ist von Verträgen mit einer sogenannten abstrakten Verweisungsklausel. Dann können Versicherte im Fall einer Berufsunfähigkeit auf andere, verwandte Tätigkeiten verwiesen werden.

  • Mehrere kleine Verträge abschließen: Versicherungsrechtler Professor Hans-Peter Schwintowski von der Humboldt-Universität Berlin rät Verbrauchern, mehrere kleinere Verträge abzuschließen, also das Risiko einer Berufsunfähigkeit auf mehrere Versicherungen zu verteilen. Der Vorteil: "Eine einzige Versicherung muss dann nicht gleich so einen großen Batzen Geld auf einmal bezahlen, wenn es wirklich zur Berufsunfähigkeit kommt."

  • Rechtsschutz versichern: Kommt es zum Streit mit einem Versicherer, fallen für den Rechtsweg oft hohe Kosten an. Einige Experten raten daher, sich zuerst um eine Rechtsschutzversicherung zu kümmern, und erst danach eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Dabei ist es ratsam, sich für die Rechtsschutz- und Berufsunfähigkeitsversicherung jeweils unterschiedliche Gesellschaften zu suchen.

 

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 24.09.2018 | 20:15 Uhr

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