Stand: 14.06.2019 10:47 Uhr  | Archiv

Mit dem Auto sicher in den Urlaub

Ölmessstab © Fotolia.com Foto: Anika Kuschert
Vor der Fahrt ins Ausland sollte man den Ölstand prüfen.

Hat das Auto im Urlaub eine Panne, ist guter Rat oft teuer. Dabei lassen sich die häufigsten Pannen mit einfachen Mitteln verhindern. Ein gründlicher Check vor der Abfahrt schont die Nerven und das Portemonnaie.

Bremsen

Eine Berg- und Talfahrt bei voller Beladung stellt eine echte Belastungsprobe für die Bremsen dar. Ist die Bremsflüssigkeit nicht mehr ganz frisch, können in solchen Situationen die Bremsen ausfallen. Bremsflüssigkeitstester (circa 20 Euro) messen den Wassergehalt in der Flüssigkeit. Schlägt der Tester Alarm, sollte das Auto vor dem Urlaub noch einmal in die Werkstatt.

Motoröl

Am besten füllt man vor dem Urlaub Öl nach. Dabei ist unbedingt auf die richtige Sorte achten. Einen Hinweis, welche Sorte der Motor braucht, findet sich meist auf einem Aufkleber im Motorraum. In vielen Tankstellen liegen außerdem entsprechende Listen aus. Man kann Motoröle auch mischen - jedes Öl ist besser als zu wenig Öl. Wer den Zustand des Motoröls testen möchte, gibt einen Tropfen aus dem Motor auf ein Indikatorpapier (rund 12 Euro für zwei Blätter).

Batterie

Pannenursache Nummer eins - auch im Sommer - ist laut ADAC die Batterie. Zwar lädt sie sich durch lange Fahrten auf. Aber im Sommer ist sie besonders gefordert, wenn zum Beispiel neben der Klimaanlage auch noch eine Kühlbox angeschlossen wird. Gute Batterietestgeräte gibt es allerdings erst ab circa 200 Euro. Deshalb sollte man das Risiko einer defekten Batterie eingehen. Ersatz gibt's auch im Ausland - mit geringen Sprachkenntnissen und für wenig Geld.

Motorkontrollleuchte

Auch wenn die gelbe Motorkontrollleuchte angeht, muss die Fahrt nicht zu Ende sein. Es kann sich um einen Fehlalarm oder einen vorübergehenden Fehler handeln. Wer wissen möchte, warum die Elektronik Alarm schlägt, sollte einen sogenannten OBD-Tester (On-Board-Diagnose, circa 75 Euro) dabei haben. Der OBD-Tester zeigt an, von welchem Bauteil die Fehlermeldung ausgeht. Er kann den Fehlerspeicher auch löschen. Im Falle eines Fehlalarms ist das Problem damit gelöst, die Kontrolllampe sollte nicht mehr aufleuchten. Geht die Kontrollleuchte wieder an, bleibt nur die Fahrt in eine Werkstatt.

Gelbe Kontrollleuchten sind relativ harmlos. Sie sind ein Warnsignal: Bitte bei nächster Gelegenheit in die Werkstatt! Nur rote Kontrollleuchten bedeuten das Ende einer Autofahrt.

Reifenpanne

Unbemerkt von vielen Autofahrern ist das Ersatzrad aus dem Auto verschwunden. Die Reifenpanne ist zwar das größte Schreckgespenst für Autofahrer, statistisch ist sie aber sehr unwahrscheinlich. In vielen Autos befindet sich ein Reifenreparaturset: eine Dichtmasse und ein Kompressor, der an die Autobatterie angeschlossen wird. Das Set hilft provisorisch bei kleinen Löchern im Reifen. Mit einem geflickten Reifen darf man maximal 80 Stundenkilometer fahren. Der Reifen sollte möglichst schnell ersetzt werden. Auch das Reparaturset sollte man checken. Die Dichtmasse wird mit der Zeit zäh. Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen - erneuern!

Wer sich nicht auf sich selbst und die Technik verlassen will, kann sein Auto natürlich auch in der Werkstatt checken lassen. Viele bieten einen umfassenden Urlaubscheck für 15 bis 30 Euro an.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 17.06.2019 | 20:15 Uhr

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