Stand: 08.12.2017 17:11 Uhr

Alexa im Smart Home: Geräte im Haus steuern

Kennen Sie Alexa? So heißt die Sprachassistentin im Lautsprecher Echo von Amazon. Sie kann zum Beispiel Musik wiedergeben, Geräte im Haushalt steuern und Produkte beim Online-Händler Amazon bestellen. Wie gut klappt das im Alltag? Und wie sieht es mit dem Datenschutz und der Privatsphäre aus? Markt Autor Uwe Leiterer probiert es aus. Heute: Alexa im Smart Home.

Ein Smart Home ist ein Haushalt, in dem Haushalts- und Multimedia-Geräte miteinander verknüpft sind und zentral ferngesteuert werden, zum Beispiel per Smartphone-App oder einer Sprachassistentin wie Alexa. So lassen sich beispielsweise Heizung, Licht, Steckdosen und Lautsprecher steuern.

Der von Amazon entwickelte Lautsprecher Alex © fotolia.com Fotograf: Daniel

Alexa im Smart Home: Geräte im Haus steuern

Markt -

Wie gut lassen sich Lampen und Heizungen mit der Sprachassistentin Alexa steuern? Markt Autor Uwe Leiterer ist nicht von allen Funktonen im Smart Home begeistert.

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"Works with Alexa": Viele Produkte unterstützen Sprachsteuerung

Alexa will das Smartphone im intelligenten Haushalt überflüssig machen. Schließlich können die meisten schneller sprechen als erst das Smartphone herausholen, dann die App starten und die gewünschten Einstellungen aussuchen. Die Hersteller von Lampen und Thermostaten haben das schnell erkannt und viele Produkte mit dem Logo "Works with Alexa" auf den Markt gebracht. Dafür haben sie kleine Programme (Skills) für die Kommunikation mit Alexa entwickelt.

Steckdosen fernsteuern

Funktaugliche Steckdosen mit Alexa zu steuern, ist eine feine Sache. Ist die Steckdose zum Beispiel auf der Terrasse installiert, kann man sie einfach per Alexa steuern, um die angeschlossene Gartenbeleuchtung ein- und auszuschalten. Dazu gibt man der Steckdose etwa den Namen "Garten" und spricht das Kommando "Alexa, Garten aus".

Lichtsteuerung erfordert Bridge

Auch bei der Beleuchtung ist die Sprachsteuerung ein echter Fortschritt. Dimmen, Ein- und Ausschalten und die Verknüpfung ganzer Lampengruppen machen die Steuerung sehr praktisch. Allerdings braucht man im Gegensatz zu den Steckdosen noch ein Zwischengerät (Bridge), das per Kabel mit dem WLAN-Router verbunden wird. Nur so lassen sich die Lampen ins Heimnetzwerk einbinden.

Heizung per Hersteller-App regeln

Auch die Heizung benötigt eine Bridge, um sie im Smart Home steuern zu können. Sinnvoller als die Sprachsteuerung per Alexa ist es, die Thermostate über die Apps der Thermostat-Hersteller für die ganze Woche im Voraus zu steuern:

  • Die Temperatur sinkt beispielsweise automatisch, wenn die Familie außer Haus ist, zum Beispiel bei der Arbeit oder in der Schule.
  • Mindestens eine halbe Stunde bevor das erste Familienmitglied wieder nach Hause kommt, schaltet sich die Heizung automatisch wieder ein - so bleibt genug Zeit zum Aufheizen.
  • Kommt ein Familienmitglied früher als geplant nach Hause, stellt es die Heizung einfach von unterwegs per App höher.

Viele Kabel im Smart Home

Wer sich ein Smart Home einrichtet, muss sich an einige neue Geräte gewöhnen - und an Kabelsalat. So benötigen die beiden Bridges der Licht- und Heizungssteuerung eigene Stromanschlüsse und jeweils eine Verbindung per Netzwerkkabel zum Router. Praktischer wäre eine Funklösung (WLAN). Unangenehm aufgefallen ist mir, dass die App des Steckdosenherstellers Jinvoo Zugriff auf die Kontakte und Telefonnummern verlangt. Verweigert man die Freigabe, lässt sich die App nicht benutzen. Wofür der Hersteller aus China die Kontakte nutzt, beziehungsweise benötigt, ist vollkommen unklar.

Tipp: Ich habe für alle Installationen ein Zweithandy benutzt, das keine Kontakteinträge besitzt.

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