Stand: 22.03.2019 09:59 Uhr

Ärger mit Paketdienst: Die Rechte der Kunden

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Viele Verbraucher freuen sich schon, wenn der Paketbote klingelt und nicht einfach nur den Abholschein in den Briefkasten wirft.

Paketdienste wie DHL, DPD, GLS und Hermes sehen sich immer wieder mit Beschwerden konfrontiert - zum Beispiel wenn Pakete verspätet oder beschädigt ankommen oder gar nicht zugestellt werden. Welche Rechte haben Verbraucher in so einer Situation? Markt stellt die wichtigsten Tipps der Stiftung Warentest und der Verbraucherzentrale zusammen.

Zerbrochene Holztische.

Ärger mit DHL: Paket kaputt

Markt -

Gerd R. aus Kronshagen bei Kiel ist sauer auf den Paketdienst DHL: Zwei Tische sind kaputt beim Empfänger angekommen. Wer muss für den Schaden aufkommen?

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Paketzustellung: Diese Rechte haben Verbraucher

  • Zustellort: Pakete müssen direkt beim Empfänger oder bei einem Nachbarn abgegeben werden. Eine Zustellung vor der Haustür oder im Treppenhaus ist nicht erlaubt. Erhält der Nachbar das Paket, muss der eigentliche Empfänger mit einer gut leserlichen Karte informiert werden. Nehmen Sie nur Pakete von Nachbarn an, die Sie persönlich kennen - die Polizei warnt vor Betrügern.

  • Lieferfrist: Kunden haben keinen Anspruch auf eine Zustellung innerhalb einer bestimmten Zeit. So steht es in den allgemeinen Geschäftsbedingungen der Paketdienste.

  • Verspätung: Ist ein Paket nach fünf Tagen noch nicht zugestellt, rät Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg dazu, dem Paketdienst schriftlich eine Frist zur Lieferung zu setzen - um für einen möglichen Rechtsstreit gerüstet zu sein.

  • Beschädigung und Verlust: Ist der Inhalt eines Pakets beschädigt oder kommt das Paket nicht an, muss der Empfänger den Schaden innerhalb von sieben Tagen beim Paketdienst melden. Als verloren gilt eine Sendung, wenn sie nicht innerhalb von 20 Tagen nach Einlieferung zugestellt wurde und ihr Verbleib nicht ermittelt werden kann. Kunden müssen den Verlust melden und einen Nachforschungsauftrag stellen. Stammt die Ware von einem gewerblichen Versandhändler, ist er zur Erstattung des Kaufpreises verpflichtet. Bei Paketen von privaten Absendern kann man den Paketdienst zur Rechenschaft ziehen.

  • Versicherung: Die Haftung bei einer Beschädigung oder einem Verlust ist in der Regel durch die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Paketdienste begrenzt. Sie liegt meist zwischen 500 und 750 Euro pro Paket. Wer beim Paketdienst eine Transportversicherung abschließt, kann die Summe erhöhen. Davon ausgenommen sind in der Regel kostbarer Schmuck und Bargeld.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 25.03.2019 | 20:15 Uhr

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