Stand: 21.02.2020 09:31 Uhr  - Bingo! - Die Umweltlotterie

Der Frühling erobert das Weserbergland

Obwohl sie zart und zerbrechlich wirken, sind sie die Ersten, die ihre Spitzen im Frühjahr aus dem Waldboden strecken. Im Stadtwald von Hameln an der Weser haben Märzenbecher jetzt wieder ihren Auftritt. Hunderttausende der kleinen Blüten stehen dort in einem lichten Laubwald, bedecken auf rund 1,5 Kilometern Länge und bis zu 200 Metern Breite den Boden. Damit ist die Fläche im Naturschutzgebiet Schweineberg eine der größten natürlichen Ansammlungen von Märzenbechern in Deutschland.

Frühe Blüte nach mildem Winter

Naturfreunde können sich in diesem Jahr bereits jetzt im Februar über die größte Blütenpracht in dem Wald nordöstlich von Hameln freuen. Von einem Wanderparkplatz nahe der Ortschaft Holtensen aus führen mehrere Waldwege über den Schweineberg. An einem Informationspavillon erfahren Besucher interessante Details über die Botanik der Region - verbunden mit Hinweisen zum Erhalt der streng geschützten Pflanzen.

Waldführer laden zum Rundgang über den Schweineberg

Wer noch mehr über Märzenbecher und die Natur am Schweineberg erfahren möchte, kann sich einer geführten Wanderung anschließen. Das Stadtforstamt Hameln bietet die etwa zweistündigen Touren nach Vereinbarung an. Für Erwachsene kostet die Wanderung 3 Euro, für Kinder 1,50 Euro. Anmeldung unter Telefon (05151) 202-30 26.

Märzenbecher botanisch

Märzenbecher - oder lateinisch Leucojum vernum - gehören zur Familie der Amaryllis-Gewächse. Auf den ersten Blick gleichen sie Schneeglöckchen, denen allerdings der typische hellgrüne Punkt auf den Spitzen der Blütenblätter fehlt. Die Zwiebelblume bevorzugt feuchte Laubwälder und wird auch Frühlingsknotenblume genannt. Die größten Vorkommen gibt es in Süd- und Mitteleuropa. Nach der Blüte ziehen sich Märzenbecher rasch in den Boden zurück und sind nach wenigen Wochen nicht mehr zu sehen.

Karte: Wanderung am Schweineberg

Dieses Thema im Programm:

Bingo! - Die Umweltlotterie | 20.03.2020 | 17:00 Uhr

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