Stand: 24.09.2018 09:27 Uhr  | Archiv

Eisbären und Pinguine treffen sich im Polarium

Ein Eisbär im neuen Polarium in Rostock.  Foto: Joachim Kloock
Eisbärin Noria soll künftig in Rostock Nachwuchs bekommen.

Fast zwei Jahre mussten Zoobesucher in Rostock auf Eisbären verzichten - jetzt sind sie zurück. Mit dem Polarium hat der Tierpark eine neue, große Anlage für die weißen Riesen gebaut. Optisch soll das Gehege an die Hudson Bay im Norden Kanadas erinnern. Nebenan leben rund zwei Dutzend Pinguine in einem Freigehege mit Strömungsbecken, Bruthöhlen und Unterwasserfenstern. Später sollen es einmal bis zu 36 sein. In der Natur gibt es diese Kombination der Tiere nicht: Eisbären stammen aus der Arktis am Nordpol, Pinguine vom anderen Ende der Erde, der Antarktis am Südpol.

Ein Blick in die Ozeane

Pinguine im Polarium des Rostocker Zoos. © Zoo Rostock / Kloock
Die Pinguine sind in zwei Gruppen aus Berlin und Prag nach Rostock gekommen.

Die ersten Bewohner des Bärengeheges sind der knapp vier Jahre alte Eisbär Akiak aus einem niederländischen Zoo, sowie die ein Jahr jüngere Noria, die zuvor in einem Tierpark in Tschechien gelebt hat. Ein dritter erwachsener Bär soll später folgen, außerdem hofft der Zoo auf Nachwuchs. Entsprechend groß wurde die Tundra-Landschaft mit zwei Außengehegen für die weißen Riesen angelegt. Das Polarium bietet auf insgesamt gut 12.000 Quadratmetern außerdem einen Blick in die Unterwasserwelt der Meere. In sieben "Quallenkreiseln" und sechs Aquarien leben Tierarten aus den Tiefen der Ozeane - darunter ein Krake und Muränen. Im Indopazifik-Becken schwimmen Drücker- und Feuerfische. Insgesamt leben im Polarium 48 verschiedene Tierarten. Nach dem Vorbild des Darwineums will das Polarium mehr sein, als eine Präsentation der Tiere. Ein Besucherzentrum vermittelt viele Details aus dem Leben der Lebewesen und den extremen Naturräumen in den eisigen Regionen an den Polen.

14 Millionen Euro investiert

Die neue Anlage hat gut 14 Millionen Euro gekostet, 11,6 Millionen davon schießt das Land Mecklenburg-Vorpommern zu. Sie entstand auf der ehemaligen Bärenburg, in der Nähe der historischen Huftieranlage. Im Rostocker Zoo leben insgesamt rund 4.000 Tiere aus 380 Arten, darunter viele, die in der Natur vom Aussterben bedroht sind. Die Anlagen sollen ihren natürlichen Lebenswelten möglichst nahe kommen. Der weitläufige Tierpark im Westen der Hansestadt ist der größte an der Ostseeküste und zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Region.

Zoo Rostock

Rennbahnallee 21, 18059 Rostock
Tel. (0381) 208 20

Anfahrt
Der Zoo liegt am westlichen Stadtrand in der Nähe der Universität.
Auto: Barnstorfer Ring (Bundesstraße 103), Parkplätze am Eingang
Bus: Linie 28, Straßenbahn: Linien 3 und 6

Eintrittspreise und aktuelle Öffnungszeiten auf der Website des Zoos

Weitere Informationen
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