Stand: 24.02.2016 14:44 Uhr  - NaturNah

Braunschweigs Garten der 4.000 Pflanzen

In einem Park sitzt eine bronzene Figur neben einem künstlichen Wasserfall im Botanischen Garten in Braunschweig. © NDR Foto: Wolf-Hendrik Müllenberg
Auch ein Wasserfall gehört zu den Landschaften des Botanischen Gartens.

Das schafft kein Kleingärtner: Im Botanischen Garten der Technischen Universität Braunschweig wachsen rund 4.000 verschiedene Pflanzenarten aus aller Welt - immerhin rund 1,5 Prozent aller bekannten Arten. Das Gelände zieht sich entlang des Flusses Oker und gliedert sich in so unterschiedliche Bereiche wie eine Streuobstwiese, das Alpinum mit Hochgebirgspflanzen und Flächen mit subtropischen Hartlaubgehölzen oder Sumpf- und Wasserpflanzen. Gerade dieses Nebeneinander macht den Reiz des etwa 30.000 Quadratmeter großen Geländes aus. Der Garten ist kostenlos zugänglich und bildet nordöstlich des Zentrums der zweitgrößten Stadt Niedersachsens eine grüne Oase.

Forschung seit 1840

Botanischer Garten der Universität Braunschweig

Humboldtstraße 1
38106 Braunschweig
Tel. (0531) 391 58 89

Eintritt frei

aktuelle Öffnungszeiten auf der Website der Universität

In erster Linie dient der Garten jedoch dem wissenschaftlichen Nachwuchs an der Universität. Biologen können dort forschen und experimentieren, Pharmaziestudenten etwa im Arzneimittelgarten Pflanzen kennenlernen. Außerdem bietet das Gelände seltenen Pflanzenarten Schutz und Entwicklungsmöglichkeiten. Die Ursprünge des Botanischen Gartens gehen auf das Jahr 1840 zurück, als ihn Wissenschaftler des damaligen Collegiums Carolinum anlegten. Seitdem wurde er kontinuierlich erweitert. Doch schon um 1880 beherbergte er ähnlich viele Pflanzen wie heute. Noch immer existieren aus dieser Zeit das ehemalige Kanalwärterhaus sowie eine Schlucht am 1989 angelegten Wasserfall.

Tropenpflanzen im Gewächshaus

Ein Mädchen hockt auf einem Blatt der Victoriaseerose. © Botanischer Garten TU Braunschweig Foto: Michael Kraft
Die Victoria-Seerose mit den riesigen Blättern soll bald in einem neuen Glashaus wachsen.

Neben dem Freigelände verfügt der Botanische Garten auch über Gewächshäuser, darunter das fast 60 Jahre alte Victoria-Gewächshaus. Dort wurde die gleichnamige Seerose gezüchtet, eine der Attraktionen des Gartens. Allerdings ist das Gewächshaus so baufällig, dass Besucher es nicht mehr betreten dürfen. Im Sommer 2016 soll es abgerissen werdn, ein Neubau ist geplant. Ein weiterer Glasbau, das Tropenhaus, wurde bereits 2006 erneuert, das Karnivorenhaus mit fleischfressenden Pflanzen 2010 aufgebaut.

Weitere Informationen
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