Stand: 28.09.2017 19:18 Uhr

Neue Wege für den Garten anlegen

Wenn fleißige Gärtner bereits daran denken, wo sie im kommenden Jahr die Beete anlegen, überlegen sie auch, wie sie sich ohne Matsch und viel Arbeit zwischen ihren Kulturen bewegen können.

Schritt für Schritt: Einen Weg im Beet anlegen

Einfach und stabil: Ein Rahmen aus Holz

Ein pflegeleichter Gartenweg braucht einen schönen Rahmen. Wenn man die Wege mit Holz einfasst, ist es ratsam, ein stabiles Holz zu nehmen, um unnötige Mehrarbeit zu vermeiden. Gartenexperte Peter Rasch hat zum Beispiel Reste von einer alten Bankirai-Terrasse. Das recycelte Hartholz hält auch im feuchten Boden ein paar Jahre. Die Bretter können mit angespitzten Latten oder Winkeleisen fest im Boden verankert werden. Damit es nicht zu mühevoll wird, einfach mit der Harke eine kleine Mulde ziehen und das Holz versenken. Die Oberkante der Bretter sollte kurz über dem normalen Gartenboden enden. Wer es richtig gerade will, muss natürlich eine Schnur spannen, aber bei kurzen Wegen reicht auch oft Augenmaß. Beim Auffüllen und Feststampfen kann man das Ganze noch einmal genauer ausrichten. Die Gartenerde bis zur Oberkante auffüllen, da die Erde noch etwas zusammensackt.

Nobel und zeitlos: Ein Rahmen aus Stahl

Eine weitere Variante ist die Wegeinfassung aus Stahl. Dafür gibt es etwa drei Millimeter dicke Stahlbleche mit angeschweißten Bodenankern und Verbindern. Diese sind flexibel, sodass man schöne Schwünge im Gartenweg bauen kann. Der Rahmen hält ein Leben lang und braucht nicht erneuert zu werden. Fertige Bleche für die Wegränder kosten je nach Ausführung etwa 10 bis 20 Euro pro Meter. Die Bleche gibt es verzinkt oder aus sogenanntem Cortenstahl. Dieser Stahl setzt einmal Rost an und die Oxidschicht schützt den Stahl dann vor dem Durchrosten. Wie tief die Bleche verbaut werden, hängt vom Material für den Weg ab. Empfohlen sind um die fünf bis sechs Zentimeter.

Pflegeleichter Rollrasen

Als Decke kommt Rollrasen auf den Weg. Ein kleiner Tipp: Einfach die Schnittbreite des Rasenmähers wählen, dann ist die Pflege umso leichter. Geduldige und sparsame Gärtner können den Rasen natürlich auch selbst aussäen. Den Rollrasen noch einmal leicht anstapfen oder walzen, damit er guten Bodenschluss hat und problemlos anwächst.

Fester Sand ohne Unkraut

Wer kein Rasenfreund ist, kann sich für eine wassergebundene Oberdecke entscheiden: sogenannter Wegegrand. Das ist scharfkantiger Sand, der sich gut verzahnt und dadurch eine hohe Stabilität hat. Unkraut wächst darauf nicht. Das Material gleichmäßig auf dem Weg verteilen und gut verdichten. Die ersten Regenfälle spülen die feineren Körner zwischen die großen - und der Weg wird fast so hart wie Beton. Eine Schicht von fünf bis zehn Zentimetern ist ausreichend. Werden die Wege mit dem Auto befahren, sollte man ein Unterbau aus zehn Zentimeter recyceltem Beton einbringen und gut verdichten.

Hohe Mitte für trockene Füße

Die Wege sollten immer höher als der Rest des Gartens angelegt und in der Mitte ein kleiner Hügel aufschüttet werden, damit das Wasser zu den Rändern hin gut ablaufen kann. Dann kommt man auch trockenen Fußes nach Hause.

Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 28.09.2017 | 19:30 Uhr

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