Helfer packen Medikamente und anderen Hilfsgüter von einem LKW der Freiwilligen Feuerwehr. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

Spenden für die Ukraine: So kommt die Hilfe am besten an

Stand: 07.05.2022 13:32 Uhr

In Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg werden derzeit Spendenaktionen für die Bevölkerung in der Ukraine durchgeführt und Unterstützung für die Flüchtenden organisiert. Welche Hilfe ist gefragt? Was gilt es zu beachten?

Vor dem Hintergrund der enormen Hilfsbereitschaft für die vom Krieg in der Ukraine Betroffenen appellieren Hilfsorganisationen und Verantwortliche an alle: Spenden Sie gezielt! Wichtig ist vor allem, sich vorab zu informieren, welche Spenden - neben Geldspenden - derzeit vor allem gefragt sind. So rufen die Verbände Caritas und Diakonie dazu auf, vorerst keine (Ober-)Bekleidung mehr zu spenden. Gebraucht werden demnach vor allem Unterwäsche, Bettwäsche/Schlafsäcke, Handtücher, Babynahrung, haltbare Lebensmittel sowie Hygiene- und Kosmetikartikel. Hilfreich sind auch Taschenlampen, Powerbanks und Handyladekabel.

Wenn Sie ukrainischen Flüchtlingen nach deren Ankunft in Norddeutschland helfen möchten, wenden Sie sich am besten an Ihre örtliche Stadt- oder Gemeindeverwaltung.

Übersicht über Hilfsaktionen und -angebote in den Ländern

In den einzelnen Bundesländern und auf kommunaler Ebene werden die Hilfsaktionen und Spendensammlungen ganz unterschiedlich organisiert. Das ist der Stand der Dinge in Norddeutschland:

Norddeutsch-ukrainischer Hilfsstab

In Norddeutschland ansässige gemeinnützige Vereine haben sich gemeinsam mit dem Generalkonsulat der Ukraine und der ukrainischen Kirche Hamburgs zusammengeschlossen und den Norddeutsch-ukrainischen Hilfsstab gegründet. Auf der Internetseite finden Sie Spendenkonten sowie Infos zur Versorgung und Unterbringung der schutzsuchenden Ukrainerinnen und ihrer Kinder.

Links zur Ukraine-Hilfe

Viele weitere Organisationen bringen Hilfe für die vom Krieg betroffenen Menschen in die Ukraine, unterstützen an den Grenzen oder kümmern sich vor Ort in Deutschland um Geflüchtete. Hier eine Auswahl:

Unterbringung der flüchtenden Menschen im Norden

Im Norden kommen immer mehr Menschen aus der Ukraine an, die mit Unterkünften versorgt werden müssen. Wo sie wohnen sollen, wird vor allem vor Ort in den einzelnen Städten und Gemeinden organisiert.

Wenn Sie helfen wollen, indem Sie zum Beispiel vorübergehend Wohnraum zur Verfügung stellen oder Flüchtende aufnehmen können, wenden Sie sich bitte an Ihre örtliche Verwaltung. Im Internet gibt es außerdem Plattformen wie #UnterkunftUkraine oder airbnb.org, die unbürokratisch und schnell Wohnraum für Geflüchtete aus der Ukraine vermitteln wollen.

Weitere Informationen
Tanja Koktash, Tetyana Novakova  mit Tochter Anastasja und Anna Kvashuk mit Sohn Pavlik (v.l.n.r.) © NDR Foto: Lea Eichhorn/Astrid Wulf

Ukrainerinnen im Norden: Das Leben nach der Flucht

Hunderttausende Menschen fliehen vor dem Ukraine-Krieg - viele kommen auch nach Norddeutschland. NDR Info begleitet einige von ihnen. mehr

Geflüchtete in Mietwohnung

Auch wer selbst zur Miete wohnt, darf laut Mieterbund Geflüchtete erst einmal aufnehmen. Ein Zeitraum von sechs bis acht Wochen gilt als "erlaubnisfreier Besuch". Für diese Zeit braucht es also kein Einverständnis des Vermieters oder der Vermieterin. Dauert der Besuch länger, sollte die Erlaubnis allerdings eingeholt werden, damit keine Kündigung riskiert wird.

Motivation gründlich prüfen

Das Zusammenleben mit Geflüchteten kann beide Parteien auch emotional vor Herausforderungen stellen. Experten raten, sich die Situation der Menschen vor Augen zu führen und keine großen Erwartungen an die Gäste zu stellen. Die Sprecherin der Initiative "Zusammenleben willkommen" sagt, die eigene Motivation müsse hinterfragt werden: "Man muss sich wirklich gut überlegen, kann ich das leisten oder mache ich das, um irgendeinen Benefit dafür zu haben - zum Beispiel Dankbarkeit." Ein Schlafplatz sollte bedingungslos zur Verfügung gestellt werden.

Informationen für flüchtende Ukrainer im Netz

Ukrainer und Ukrainerinnen finden nun laut Bundesinnenministerium auf dem Onlineportal www.Germany4Ukraine.de alle wichtigen Infos zur Ankunft in Deutschland.

Die Länder Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern sowie die Hansestadt Hamburg bündeln auf ihren Internetseiten vor allem die Informationen für Menschen aus der Ukraine:

ARD unterstützt zwei Ukraine-Spendeninitiativen

Wer den Menschen in der Ukraine mit einer Geldspende helfen möchte, kann dies auch über die Initiativen "Bündnis Entwicklung Hilft" und "Aktion Deutschland Hilft" tun. Beide werden von der ARD unterstützt.

Weitere Informationen
Das Logo von der Hilfsorganisation "Aktion Deutschland Hilft" © Aktion Deutschland Hilft

Hier können Sie für die Menschen in der Ukraine spenden

Der NDR unterstützt den gemeinsamen Spendenaufruf von "Bündnis Entwicklung Hilft" und "Aktion Deutschland Hilft". mehr

Logos des deutschen roten Kreuzes, Ärzte ohne Grenzen und der Caritas, im Hintergrund eine Person vor einem aufgeklapptem Laptop. © Screenshot

Hilfe für die Ukraine: Wie spende ich richtig?

Die Spendenbereitschaft für die Ukraine ist groß. Aber kommt das Geld auch an? Wie erkennt man seriöse Hilfsorganisationen? mehr

Liebe Userinnen und User, den Norddeutschen Rundfunk erreichen unzählige Hinweise auf Hilfsaktionen für die Menschen in und aus der Ukraine. Wir berichten über dieses große Engagement ausführlich in unseren Programmen im Fernsehen, Hörfunk und online, bitten aber um Verständnis dafür, dass wir nicht alle Aktionen in diesem Artikel nennen und auflisten können.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Aktuell | 07.05.2022 | 12:00 Uhr

Mehr Ratgeber

Blattläuse auf einem Rosentrieb © fotolia Foto: Floki

Blattläuse bekämpfen: Diese natürlichen Mittel helfen

Vor Blattläusen ist kaum eine Pflanze sicher. Zum Glück gibt es natürliche Mittel, um die Tierchen wieder loszuwerden. mehr