Eine Sternschnuppe über dem Leuchtturm Bülk am Ufer der Ostsee. © picture alliance/dpa Foto: Axel Heimken

Perseiden 2022: Heller Mond überstrahlt viele Sternschnuppen

Stand: 12.08.2022 09:53 Uhr

Wer in den nächsten Nächten in den meist klaren Himmel schaut, hat Chancen, die Sternschnuppen der Perseiden zu sehen. Allerdings trübt dieses Jahr der helle Mond die Sicht auf das Naturschauspiel.

In den Nächten zwischen dem 9. und dem 13. August erreicht der Sternschnuppen-Regen alljährlich seinen Höhepunkt. Vor allem in der Nacht vom 12. auf den 13. August zeigen sich dann bei klarer Sicht bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde. Dieses Jahr steht allerdings ausgerechnet zum Perseiden-Maximum der fast noch volle Mond hell am Himmel. Mit seiner Leuchtkraft überstrahlt er den zarten Schein vieler Sternschnuppen. Besonders helle Schnuppen sollten aber dennoch zu sehen sein.

Sternschnuppen-Regen dauert noch bis 24. August

Bild eines Meteors am Nachthimmel über Schlewig Holstein.  Foto: Heiko Albrecht
Vor allem in ländlichen Regionen und in Höhenlagen lassen sich Sternschnuppen gut beobachten.

Wer zum Höhepunkt der Perseiden kein Glück hatte, kann es in den nächsten Tagen weiter versuchen. Chancen, das Schauspiel zu beobachten, gibt es noch bis zum 24. August. Der Blick nach oben lohnt, sobald es dunkel wird. Wer eine Sternschnuppe sieht, darf sich etwas wünschen, so der Volksmund.

Was sind die Perseiden?

Das Phänomen der Perseiden tritt alljährlich etwa zur selben Zeit auf. Mitte August kreuzt die Erde jedes Jahr die Bahn des Kometen Swift-Tuttle. Dabei dringen zahllose Staubpartikel aus dem Schweif des Kometen in die Erdatmosphäre ein, wo sie verglühen und hell leuchtende Streifen am Nachthimmel hinterlassen. Größere Meteore sind beim Verglühen als sogenannter Feuerball zu sehen.

Woher stammt der Name Perseiden?

Ihren Namen haben die Perseiden vom Sternbild Perseus. Denn es wirkt, als liege dort der Ausgangspunkt der Meteore. Zuweilen hört man auch die Bezeichnung "Tränen des Laurentius: Der Heilige Laurentius starb den Märtyrertod laut Überlieferung am 10. August - und der Legende nach vergoss der Himmel Tränen über seinen Tod.

Beste Beobachtungschancen an lichtarmen und erhöhten Standorten

Bei der Beobachtung sollten Sternengucker den Blick am besten in Richtung Nordost wenden. Das menschliche Auge benötigt etwa eine halbe Stunde, um sich optimal an das Sehen in der Dunkelheit anzupassen, in dieser Zeit den Blick auf Lichtquellen wie Handy oder Taschenlampe vermeiden. Neben dem Licht des Mondes erschwert auch das Streulicht großer Städte - etwa von Straßenbeleuchtung, Hafenanlagen oder Flughäfen - die Beobachtung des Nachthimmels. Der Lichtschein wird von der Erdatmosphäre reflektiert und legt sich wie ein Dunstschleier über große Ballungsgebiete.

Sternschnuppen fotografieren - so geht's

  • gutes, festes Stativ verwenden
  • gute Uhrzeit ist zwischen 2 und 4 Uhr morgens
  • Stirnlampe mitnehmen
  • Display auf niedrigste Helligkeit stellen
  • Kamera manuell einstellen und fokussieren
  • Weitwinkel benutzen
  • Fernauslöser verwenden
  • bei digitaler Spiegelreflexkamera: Spiegelvorauslösung verwenden
  • lange Belichtungszeit wählen, z.B. 20 Sekunden bei 3200 ASA (vorher einen Test machen)
  • Sobald man eine Sternschnuppe sieht, mit der Langzeitbelichtung beginnen. Auf dem Foto zieht sie dann während der Belichtung eine Bahn (Bewegungsunschärfe)

Wichtig ist eine interessante Bildkomposition, die viel Himmel, aber auch eine abwechslungsreiche Landschaft, Stadtansicht o.ä. im Vordergrund zeigt.

Perseiden: Norddeutsche Hotspots zur Beobachtung

Besonders gut lassen sich Sternschnuppen in ländlichen Regionen beobachten, in denen es wenige Lichtquellen gibt. Auch das Erklimmen von Bergen bietet Vorteile: Je höher sich Beobachter positionieren, desto größer ist der Himmelsausschnitt. Eine Auswahl von norddeutschen Orten und Regionen, die gute Bedingungen für eine Beobachtung der Perseiden bieten:

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