Öffnung der Grundschulen in SH: OP-Masken sind überall Pflicht

Stand: 19.02.2021 10:09 Uhr

Am Montag öffnen Grundschulen und Kitas in Schleswig-Holstein in vielen Städten und Kreisen wieder. Bildungsministerin Prien hält den Regelbetrieb unter Pandemie-Bedingungen für verantwortbar und notwendig, sagte sie in einer Pressekonferenz am Freitag.

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hat die konkreten Pläne zur Öffnung der Grundschulen und Kitas am 22. Februar vorgestellt. Schulleitungen, Lehrerinnen und Lehrer hätten in den vergangenen Monaten gut und flexibel auf die Pandemie-Situation reagiert, lobte sie. Auch den Eltern dankte Prien. Die Ministerin betonte aber: "Eltern sollen Eltern sein und keine Hauslehrer."

Pflicht zum medizinischen Mund- und Nasenschutz

Prien erklärte am Freitag, dass vorerst in allen Schulen die Pflicht gelte, einen medizinischen Mund- und Nasenschutz zu tragen. "Das gilt für alle Schülerinnen und Schüler, egal welchen Alters und für alle Lehrkräfte." Das Land habe den Schulen Masken zur Verfügung gestellt - für den Bedarfsfall auch FFP2-Masken. Wie die Landesregierung mitteilte, sollen Lehrer, Erzieher und anderes Personal zunächst bis Ostern zwei Mal pro Woche einen Corona-Test machen können. Das betrifft etwa 60.000 Personen. Der Test soll demnach bei teilnehmenden Ärzten, Apotheken und in den bestehenden Testzentren des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vorgenommen werden. Testberechtigte brauchen eine Arbeitgeberbescheinigung bzw. eine Bescheinigung durch den örtlichen Träger.

Lesen, Schreiben, Rechnen steht im Mittelpunkt

Bildungsministerin Prien erläuterte außerdem, auf welche Fächer in der kommenden Zeit der Fokus gesetzt werden soll: "Der Präsenzunterricht unter Corona-Bedingungen an den Grundschulen wird sich zunächst auf die Vermittlung basaler Kompetenzen wie Lesen, Schreiben, Rechnen sowie auf das soziale Lernen und Miteinander konzentrieren." Unter Beachtung der Hygienevorschriften könne auch der Ganztagsbetrieb in den Grundschulen wieder aufgenommen werden. Ausgenommen von der Regelung sind die Grundschulen in den Kreisen Herzogtum-Lauenburg, Pinneberg und Schleswig-Flensburg sowie in den Städten Flensburg und Lübeck. Das Infektionsgeschehen lasse eine Öffnung der Grundschulen und Kitas dort noch nicht zu, so Prien. Die Ausnahme von der Ausnahme sei die Insel Helgoland im Kreis Pinneberg, wo es derzeit keine Corona-Fälle gibt.

Andere Regeln für weiterführende Schulen

Für die Jahrgangsstufen 5 und 6 bleibe es zunächst bei der Notbetreuung. "Für die Jahrgangsstufen 5 bis 13 an den weiterführenden Schulen gilt weiterhin bis zum 7. März das Lernen auf Distanz. Für die Abschlussklassen werden die Präsenzangebote fortgesetzt", sagte Prien.

Mit Blick auf denSchnupfenplan appellierte die Ministerin an die Eltern, Kinder wirklich nur in Schule und Kitas zu schicken, wenn sie gesund sind - und keine Erkältungssymptome zeigten.

Prien: Schnellere Corona-Schutzimpfungen für Lehrer

Bildungsministerin Karin Prien forderte in der Pressekonferenz außerdem schnellere Corona-Schutzimpfungen für Lehrkräfte. Wenn die Priorisierung von Bildung ernst gemeint sei, müssten Lehrer, das Kita-Personal und andere Beschäftigte an den Schulen "in der Impf-Priorität weiter nach oben rücken", so Prien. Die Landesregierung setze auf eine bundesweite Lösung.

VIDEO: Grundschulen und Kitas sollen am 22. Februar wieder öffnen (5 Min)

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 19.02.2021 | 10:00 Uhr

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