Ein Friseur kämmt die nassen Haare einer Kundin. © Colourbox Foto: Syda Productions

Friseurinnung verurteilt illegales Haareschneiden

Stand: 26.01.2021 14:08 Uhr

Seit mehr als einem Monat haben Friseure geschlossen. Auch Hausbesuche sind verboten. Nach Recherchen von NDR Schleswig-Holstein wird vereinzelt doch frisiert.

Viele Friseure bangen nach eigenen Worten um ihre Existenz. Sie hoffen, dass sie ab Mitte Februar wieder öffnen dürfen. Insider berichten, dass einige wenige Friseure aber trotz des aktuellen Verbots Hausbesuche machen, eben um finanziell einigermaßen über die Runden zu kommen. Der Landesinnungsverband verurteilt das scharf.

"Wir müssen da alle durch"

Landesinnungsmeister Klaus-Dieter Schäfer appelliert an die Kunden, keine entsprechenden Anfragen zu stellen. "Es kann ja nicht sein, dass Friseure Hausbesuche machen, von Haus zu Haus laufen und somit erst recht das Virus verteilen." Schäfer bezeichnet das als Schwarzarbeit. "Wir müssen da alle durch. Also, abwarten und dann geht es wieder in die Vollen, sobald wir wieder öffnen dürfen." Die allermeisten Friseure aus der Branche würden sich allerdings ganz klar an die Regeln halten, betont Monika Engling von der Friseurinnung Mittelholstein.

Plakate mit Appell - sich nicht illegal frisieren zu lassen

Auch einige Salon-Besitzer wie Patrik Kolbow aus Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg) mahnen im Internet: Es seien nur Haare - und die seien es nicht wert, die Gesundheit jedes Einzelnen zu gefährden.

Seit dieser Woche verschickt der Landesinnungsverband Plakate an die Friseur-Läden in Schleswig-Holstein. Darauf der Appell an die Kunden, sich nicht illegal frisieren zu lassen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 26.01.2021 | 08:00 Uhr

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