Mehrere bunte Holzmännchen mit einem Corona-Virus-Icon auf der Brust © Colourbox

Corona in SH: 145 neue Infektionen gemeldet

Stand: 23.11.2020 06:57 Uhr

Jeden Tag veröffentlicht das Land Schleswig-Holstein neue Zahlen zur Corona-Pandemie. Infizierte, Verstorbene, Genesene - eine aktuelle Übersicht der wichtigsten Daten zum Coronavirus.

Seit Ausbruch der Pandemie sind in Schleswig-Holstein insgesamt 13.053 bestätigte Corona-Fälle (Datenstand 23.11.) gemeldet worden. Im Vergleich zum Vortag gibt es 145 Sars-CoV-2-Infektionen mehr. Das geht aus den neuesten Zahlen der Landesmeldestelle hervor, dem Institut für Infektionsmedizin der Universität Kiel. Allerdings hat die Stadt Lübeck am 23.11. keine Daten gemeldet. Nach einer Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) gelten etwa 9.600 Menschen als genesen.

Die folgende Tabelle zeigt, wie viele Corona-Fälle aus den Kreisen und kreisfreien Städten insgesamt an die Landesmeldestelle gemeldet wurden - seit Beginn der Pandemie (Spalte "Fälle"). Diese Werte werden einmal täglich veröffentlicht. Die Spalte "+/-" zeigt die Veränderung dieses Wertes im Vergleich zum Vortag. Die Inzidenz gibt an, wie viele Fälle pro 100.000 Einwohner laut dieser Statistik insgesamt bisher gemeldet wurden. Aufgrund von Nachmeldungen und Verzögerungen im Meldeweg können die Angaben der Kreise bzw. des RKI abweichen.

Corona: Infektionen nach Kreisen in SH

155 Erkrankte aktuell im Krankenhaus

Laut Gesundheitsministerium werden im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion zurzeit 155 Menschen in einer Klinik behandelt, genau so viele wie am Tag zuvor. 24 befinden sich in Intensivtherapie, zwölf Patienten müssen beatmet werden. Den bisherigen Höchststand gab es in Schleswig-Holstein am 5. April. Damals wurden insgesamt 162 Patienten in Kliniken behandelt.

Bislang wurden 237 Todesfälle im Zusammenhang mit der Viruserkrankung gemeldet, drei mehr als am Vortag. Zusätzlich zu den Zahlen für ganz Schleswig-Holstein sind auf der Homepage des Instituts für Infektionsmedizin auch Zahlen für die einzelnen Kreise und kreisfreien Städte einzusehen. Die meisten Corona-Fälle gibt es demnach im Kreis Pinneberg (2.231), die wenigsten mit 303 im Kreis Plön.

Die folgende Karte zeigt die Auslastung der Intensivstationen in Schleswig-Holstein - zusammengefasst auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte. Wenn Sie eine Region auswählen (berühren oder anklicken), erfahren Sie, wie hoch die Auslastung dort exakt ist und erhalten die Information, wie viele Corona-Patienten auf Intensivstation behandelt werden und wie viele beatmet werden. Der Stand des Datums in der Tabelle ist zu beachten. Aufgrund von Verzögerungen im Meldeweg können die Angaben der Kliniken bzw. des DIVI-Intensivregisters abweichen.

Entwicklung der Corona-Fallzahlen in Schleswig-Holstein

Risikogebiet ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner

Der Inzidenzwert gibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen an. Als Risikogebiet gilt ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt, wenn die Schwelle von 50 neu gemeldeten Infektionen pro 100.000 Einwohner überschritten ist. Dieser Wert ist sehr dynamisch und ändert sich jeden Tag mit den neuen Informationen über gemeldete Infektionen. Einige Kreise und kreisfreie Städte in Schleswig-Holstein haben diese kritische Schwelle erreicht oder sind nah dran - deswegen hat die Landesregierung nach Abstimmung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder mit einer Anpassung der Maßnahmen reagiert. Bis zum 30. November gelten verschärfte Corona-Regeln.

Auf der folgenden Karte können Sie das Infektionsgeschehen der Landkreise in den fünf norddeutschen Ländern betrachten. Die Zahlen basieren auf den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI). Sie sind am Vortag des jeweils angegebenen Datums ans RKI übermittelt worden. Damit sind sie die jüngsten vergleichbaren Werte, auf die wir automatisiert zugreifen können. Sie sind nicht so aktuell, wie die Zahlen, die die Kreise auf ihren Seiten veröffentlichen. Die Angaben können also leicht voneinander abweichen. Um die Werte in den Kreisen zu sehen, fahren Sie mit der Maus über die Landkreise (Desktop) oder tippen Sie auf den entsprechenden Kreis (Smartphone und Tablet):

Was diese Zahlen aussagen - und was nicht

Die Statistik der Landesregierung zeigt, wie viele bestätigte Corona-Fälle den Behörden im Land bekannt sind und auf dem vorgesehenen Weg gemeldet wurden. Was die Statistik nicht eindeutig und schon gar nicht auf den aktuellen Tag genau zeigen kann, ist die Geschwindigkeit, mit der sich das Virus ausbreitet. Denn die Zahl der neu positiv getesteten Menschen enthält in der Regel auch nachgemeldete Fälle aus mehreren Tagen. Gerade rund um Wochenenden und Feiertage kommt es zu Verzögerungen in der Meldekette.

Weitere Informationen
Viren schweben durch einen Tunnel aus Zahlen. © Fotolia, panthermedia Foto: Mike Kiev, lamianuovasupermail

Warum gibt es widersprüchliche Corona-Zahlen?

Oft stimmen die veröffentlichten Infektionszahlen auf der RKI-Seite und bei NDR.de nicht überein. Wir erklären, warum. mehr

Ein Virus schwebt vor einer Menschenmenge (Fotomontage) © panthermedia, fotolia Foto: Christian Müller

Coronavirus in SH: Videos, Infos, Hintergründe

Hier finden Sie Videos, Informationen und Hintergründe zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 23.11.2020 | 06:00 Uhr

Nachrichten aus Schleswig-Holstein

Ein Mann in Arbeitsjacke und Hose schmeißt einen kaputten Computerbildschirm auf seine Ladefläche. © NDR

Rendsburg zieht positive Mängelmelder-Bilanz

Per App können Rendsburger Mängel wie übergelaufende Mülleimer oder Schlaglöcher an das Ordnungsamt melden. mehr

Ein Schild steht vor dem Klinikum Nordfriesland. © NDR Foto: Peer-Axel Kroeske

Positive Corona-Tests: Klinikum Nordfriesland bleibt zu

Die Sicherheitslücke ist noch nicht gefunden. Die Standorte in Husum und Niebüll nehmen für eine weitere Woche keine Patienten auf. mehr

Ein Corona-Schnelltest wird durchgeführt. © picture alliance / dpa Foto: Sven Hoppe

Kieler Virologe sieht Corona-Schnelltests für zu Hause kritisch

Bald könnte es Corona-Schnelltests für zu Hause in Apotheken geben. Der Virologe Fickenscher befürchtet falsche Ergebnisse. mehr

Westküstenklinikum Heide © dpa-Bildfunk Foto: Wolfgang Runge, dpa

Ausgleichszahlungen für Kliniken abhängig vom Inzidenzwert

Viele Kliniken bekommen kein Geld aus dem Rettungsschirm des Bundes, obwohl sie Corona-Patienten aus anderen Kreisen aufnehmen. mehr

Videos