Stand: 19.02.2019 11:41 Uhr

UKSH: Mitarbeiter in Kiel und Lübeck im Warnstreik

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Streikende Mitarbeiter des Universitätsklinikums UKSH sind am Dienstag in Kiel vom Gewerkschaftshaus zum Klinikum gezogen.

Seit dem frühen Dienstagmorgen läuft am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) ein Warnstreik der Beschäftigten an beiden Standorten in Kiel und Lübeck. Aufgerufen dazu hatte die Gewerkschaft ver.di. Es werde in den Kliniken zu Verzögerungen kommen, sagte ver.di-Sprecher Christian Godau. Insgesamt beteiligen sich laut Gewerkschaft etwa 550 Mitarbeiter an dem Protest - 300 in Lübeck und 250 in Kiel. "Es geht nicht nur um mehr Geld. Die Kollegen sind frustriert wegen des viel zu geringen Personals und der extremen Arbeitsverdichtung", sagte Godau.

"Kollegen gehen dann doch auf Station"

In beiden Städten sammeln sich die Streikenden zu Kundgebungen und Demonstrationszügen. Godau erklärte die überschaubare Beteiligung: "Wir haben grundsätzlich das Problem, dass die Besetzung im Krankenhaus oftmals nicht gut ist und wir einen Notdienst gewährleisten müssen. Und das führt leider dazu, dass Kollegen dann doch auf Station gehen."

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Laut ver.di sind die Mitarbeiter auch frustriert wegen fehlenden Personals.

Auswirkungen hatte der Ausstand dennoch. "Wegen des Warnstreiks sind verschiebbare Operationen verlegt worden", bestätigte UKSH-Sprecher Oliver Grieve. Außerdem gebe es Verzögerungen beim Patiententransport in den Kliniken. Nach Angaben der Gewerkschaft waren am Dienstag nur zwei der zwölf zentralen Operationssäle in Betrieb.

Sechs Prozent mehr Gehalt gefordert

Hintergrund des Warnstreiks sind Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder: Ver.di verlangt Einkommenssteigerungen von sechs Prozent - mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Tarifgemeinschaft der Länder lehnt dies ab und hat in der zweiten Verhandlungsrunde bislang kein Angebot vorgelegt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 19.02.2019 | 08:00 Uhr

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