Zahlreiche Tote Heringe liegen am Strand von St. Peter-Ording. © Schutzstation Wattenmeer/Rainer Schulz Foto: Rainer Schulz

Tausende tote Fische an der Westküste

Stand: 25.06.2021 17:36 Uhr

An der Westküste sind in den vergangenen Tagen massenhaft Fische verendet. An mehreren Orten wurden jeweils Hunderte tote oder geschwächte Jungheringe im Spülsaum gefunden.

An einigen Stränden wie in St. Peter-Ording (Kreis Nordfriesland) sind es Tausende kleine Fische, an anderen Orten liegen nur vereinzelt welche im Watt. Das Forschungs- und Technologiezentrum Büsum (Kreis Dithmarschen) untersucht dieses Phänomen. Bisher gibt es nach dessen Angaben allerdings keine Erklärung dafür. Erstaunlich ist aber, dass dies im vergangenen Jahr exakt zur gleichen Zeit passierte. Damals waren Ende Juni an der Westküste Schleswig-Holsteins ebenfalls Tausende tote Fische angeschwemmt worden. Auch damals war die Wetterlage ähnlich wie jetzt und die Heringe im gleichen Entwicklungsstadium.

Weiterhin keine Hinweise fürs Fischsterben

Das Ausmaß ist dieses Jahr - Stand jetzt - aber geringer als 2020, wie Katja Heubel vom Forschungs- und Technologiezentrum Westküste in Büsum sagt. Sie hatte damals die Tiere untersucht. Ursachen wie zum Beispiel Gift kann sie ausschließen - doch alles andere bleibt im Dunkeln. "Wir haben keine Hinweise gefunden, die das erklären können - weder Sauerstoffmangel, noch Wassertemperatur oder irgendwelche Zusammenhänge mit Baggerarbeiten in der Elbe", sagte die Meeresbiologin. "Wir wissen es einfach nicht, aber so funktioniert Wissenschaft. Wir bleiben an dem Thema dran und müssen es weiter beobachten."

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Nachrichten für Schleswig-Holstein | 25.06.2021 | 16:30 Uhr

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