Stand: 28.08.2020 20:51 Uhr

SPD will "Humanisierung der Arbeitswelt"

Die Landes-SPD hat sich auf dem Treffen des Parteirats am Freitagabend in Rendsburg über ihre Positionen zur künftigen Gestaltung der Arbeitswelt verständigt. Zu dem Thema lagen verschiedene Anträge vor. Darin ging es beispielsweise um eine 30-Stunden Woche bei vollem Lohnausgleich.

Landesvorsitzende erwartet "harte Auseinandersetzungen"

Die durchzusetzen, werde nicht einfach, sagte die SPD-Landesvorsitzende Serpil Midyatli: "Hier wird es harte Auseinandersetzungen geben. Denn es geht letztendlich um einen Kulturwandel, den wir hier gemeinsam voranbringen. Es geht letztendlich um die Humanisierung der Arbeitswelt." Diese Entwicklung dürfe nicht nur zulasten der Arbeitgeber und Arbeitnehmer gehen. Auf der Tagesordnung standen am Freitag noch Anträge zu Arbeitnehmerrechten, Mitbestimmung und zum Fachkräftemangel.

Midyatli: Rasante Veränderungen

Vor Beginn des Parteitages hatte Midyatli betont, sie sehe den Wandel in der Arbeitswelt als eines der wichtigsten Zukunftsthemen. Manche der SPD-Vorschläge, ob nun die 30 Stunden Woche oder das Recht auf Home-Office, seien erst noch belächelt worden, sagt Midyatli. Aber das habe sich geändert. "Corona-bedingt merken wir wie rasant sich Arbeit verändern kann. Hier brauchen wir klare Regeln", sagte sie. Nur so könnten Möglichkeiten geschaffen werden, in Zukunft arbeiten und wirtschaften zu können.

Ursprünglich wollte die SPD über das Thema "Zukunft der Arbeit" auf einem ordentlichen Landesparteitag im März diskutieren. Die Corona-Pandemie hatte das jedoch verhindert.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 28.08.2020 | 20:00 Uhr

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