Stand: 13.03.2020 22:16 Uhr

NATO-Minenjäger in Kiel eingelaufen

Fünf Schiffe des NATO-Minenabwehrverbandes SNMCMG1 (Standing NATO Mine Countermeasures Group 1) im Oslofjord. © Presse- und Informationszentrum Marine
Diese Schiffe des NATO-Minenabwehrverbandes liegen bis Montag in Kiel.

Im Tirpitzhafen beim Marinestützpunkt Kiel liegen seit Freitagmorgen etliche Schiffe des Ständigen NATO-Minenabwehrverbandes SNMCMG1. Der Verband besteht nach Angaben der Marine neben dem Führungsschiff aus einem belgischen, einem britischen und einem niederländischen Minenjagdboot. Dazu stoßen noch ein norwegischer Minensucher und ein deutsches Minenjagdboot. Der deutsche Tender "Donau" aus dem Kieler Unterstützungsgeschwader ist Flagg- und Führungsschiff für den norwegischen Fregattenkapitän Henning Knudsen-Hauge, der den Verband als Kommandeur in See führt. Die Schiffe werden bis Montag in Kiel bleiben.

Suche nach Minen

Die Besatzungen haben nach Angaben der Marine alle ein Übungsprogramm absolviert und sind nun ausgebildete und zertifizierte Minenabwehrkräfte. Sie trainieren alle Aspekte der Minenkampfführung, sind in ständiger Einsatzbereitschaft und gehören zu den Eingreifkräften NATO Response Force. Die Minenabwehrboote suchen unter Wasser nach Objekten und können sie durch ferngelenkte Drohnen oder Minentaucher zerstören oder sie mit Simulationsgeräten zur Detonation bringen.

Die NATO unterhält vier maritime Einsatzverbände, die zusammen mit Luft- und Landstreitkräften sowie Spezialeinheiten die NATO Response Force bilden. Zwei davon sind Minenabwehrverbände, zu denen das 3. Minensuchgeschwader und das Unterstützungsgeschwader der Deutschen Marine dauerhaft ausgebildete Besatzungen schicken.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 13.03.2020 | 16:30 Uhr

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