Stand: 10.12.2019 16:52 Uhr

Höchste Auszeichnung des Landes für Wacken-Gründer

Die Gründer des Wacken Open Air, Thomas Jensen aus Husum (r.) und Holger Hübner aus Hamburg, mit dem Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein. © picture alliance/rtn - radio tele nord Foto: rtn, ute strait
Thomas Jensen (r.) und Holger Hübner freuen sich über den Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein. Sie haben Wacken weltweit bekannt gemacht.

Die beiden Gründer des Wacken Open Air (WOA), Thomas Jensen und Holger Hübner, sind am Dienstagnachmittag mit dem Verdienstorden des Landes ausgezeichnet worden. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) verlieh den beiden Festival-Gründern aus Husum (Kreis Nordfriesland) und Hamburg die höchste Auszeichnung Schleswig-Holsteins. "Sie haben Wacken zur Welt-Hauptstadt des Heavy Metal gemacht und haben den Verdienstorden mehr als verdient", sagte der Ministerpräsident. Außerdem seien Toleranz und Völkerverständigung die Markenzeichen des Festivals. Günther hob auch das gesellschaftliche Engagement von Jensen und Hübner hervor.

Blutspende, Foundation, Typisierung - Wacken engagiert sich

Sie hätten trotz des weltweiten Erfolgs nie vergessen, wo sie herkommen. "Sie nutzen die Strahlkraft des Festivals, um auch sozial etwas zu bewegen", sagte Günther. Während des WOA können Besucher Blut spenden und sich für eine Knochenmark-Spende typisieren lassen. Außerdem unterstützen die Organisatoren die Gemeinde Wacken finanziell. Es gab zum Beispiel eine Finanzspritze für das marode Schwimmbad in Wacken, aber auch Kinder aus sozial schwachen Familien unterstützen die Wacken-Gründer. Außerdem fördert die "Wacken Foundation" junge Musik-Talente.

Im ersten Jahr kamen 800 Besucher

Das Wacken Open Air findet seit 1990 in der 2.000-Einwohner-Gemeinde im Kreis Steinburg statt. "Das Festival entstand aus einer Bier-Laune heraus. Ich trat mit meiner Band Skyline immer in irgendwelchen Pleite-Kneipen auf, und Holger (Hübner) legte im Anschluss als DJ auf. Irgendwann hatten wir die Idee, ein Open-Air-Konzert zu organisieren", sagte Jensen in einem Interview mit NDR Schleswig-Holstein. Im ersten Jahr kostete der Eintritt zwölf Mark und es kamen 800 Besucher. Mittlerweile pilgern jährlich 75.000 Fans aus aller Welt nach Schleswig-Holstein.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 16.12.2019 | 17:00 Uhr

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