Erster Heuler der Saison: "Lønne" wieder ausgewildert

Stand: 20.07.2021 20:25 Uhr

Der erste Heuler der Saison in der Seehundstation Friedrichskoog wurde wieder erfolgreich ausgewildert. In den nächsten Tagen könnten schon weitere folgen.

Er war der erste, der in die Seehundstation in Friedrichskoog (Kreis Dithmarschen) kam und er ist der erste, der sie wieder verlässt: Heuler "Lønne" wurde am Dienstag als erster Seehund wieder ausgewildert. In einer großen Transportkiste wurde er nach Speicherkoog gebracht, wie Stationsärztin Ulrike Meinfelder sagte. Dort sei er ziemlich direkt ins Wasser gegangen und im nächsten tiefen Priel abgetaucht. Es sei alles gut gelaufen.

25 Kilo für die Auswilderung

"Lønne" wurde als Frühgeburt und erster Seehund-Heuler des Jahres 2021 am 11. Mai mit einem Gewicht von 8,6 Kilogramm in List auf Sylt gefunden. Mittlerweile wiegt der junge Seehund mehr als 25 Kilogramm. Weitere kleine Seehunde werden in den kommenden Tagen und Wochen ebenfalls zurück in die Freiheit gelangen.

Um ausgewildert zu werden, müssen die kleinen Robben mindestens 25 Kilogramm auf die Waage bringen, wie Meinfelder sagte. "Momme" und "Skjomi" etwa wiegen aktuell 21,2 beziehungsweise 20,1 Kilogramm. Wann genau die beiden ebenfalls männlichen Tiere die 25 Kilogramm erreichen, lässt sich nicht genau vorhersagen: Manchmal nehmen die jungen Seehunde den Angaben zufolge in einer Woche bis zu fünf Kilogramm zu, manchmal dauert es aber auch zwei bis drei Wochen.

Einige Heuler kommen erst noch

Etwa zehn Wochen bleiben die jungen Tiere im Schnitt in Friedrichskoog. Aktuell befinden sich noch 126 Heuler in der Station zum Aufpäppeln. Ein weiterer sei auf dem Weg, sagte Meinfelder. Sie rechnet mit noch einigen Tieren, die in den kommenden Wochen nach Friedrichskoog kommen, denn auch wenn sich die Hauptgeburtenzeit dem Ende zuneigt, werden noch Seehunde auf den Sandbänken geboren. Sollten Spaziergänger junge Robben finden, sollten die Tiere keinesfalls angefasst werden. Stattdessen müsse der zuständige Seehundjäger benachrichtigt werden, der dann vor Ort entscheidet, ob das Tier Hilfe benötigt.

Weitere Informationen
Nahaufnahme des Seehunds "Lønne" in der Seehundstation Friedrichskoog. © NDR

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 20.07.2021 | 19:30 Uhr

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