Stand: 28.12.2018 16:46 Uhr

A7: Rader Hochbrücke bekommt neue Blitzer

Das schleswig-holsteinische Verkehrsministerium will im Frühjahr kommenden Jahres weitere Blitzer auf der maroden Rader Hochbrücke aufstellen. Mit der neuen Technik sollen rasende Autofahrer konsequenter verfolgt werden. Denn die vier Blitzer, die jetzt auf der Rader Hochbrücke im Einsatz sind, können nicht erkennen, welche Geschwindigkeitsbegrenzung für Autos aktuell gilt. Bei Sturm darf höchstens 60 km/h, bei starkem Wind 80 km/h und ansonsten 100 km/h gefahren werden. Das sorgt dafür, dass Autofahrer erst geblitzt werden, wenn sie deutlich schneller als 100 Kilometer pro Stunde fahren.

Brücke von unten fotografiert.

Experten prüfen marode Rader Hochbrücke

Schleswig-Holstein Magazin -

Die neue Rader Hochbrücke braucht noch Zeit - Ende 2026 soll zumindest eine Hälfte fertig sein. Damit die alte Brücke weiterhin sicher ist, wird sie derzeit komplett durchgecheckt.

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Neue Blitzer sind "strenger"

Die neuen Geräte können dagegen das aktuell gültige Tempolimit erfassen. Es werde derzeit damit gerechnet, die neuen Anlagen bis Ende des ersten Quartals aufstellen zu können. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf rund 500 000 Euro. Die alten Blitzer bleiben aber trotzdem stehen, so Matthias Paraknewitz vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr: "Warum sollten wir die alten Säulen abbauen? Sie tun sehr gut ihren Dienst und sie werden weiterhin zur Kontrolle der Lkw nutzbringend sein."

Der schnellste Wagen fuhr 224 km/h

Und die alten Geräte haben auch trotz der manchmal eher großzügigen Toleranz so einige Raser erfasst: Auf der Rader Hochbrücke wird seit drei Jahren die Geschwindigkeit von Autos und Lkw gemessen, um die marode Brücke zu schonen. Seitdem wurden fast 55 Millionen Fahrzeuge erfasst, 300.000 waren zu schnell. Der schnellste Wagen fuhr 224 km/h.

Insgesamt 111.000 Fahrzeugführer erhielten eine Anzeige, allein in diesem Jahr waren es bis Ende November knapp 33.000: 20.673 Verwarngelder (bis 55 Euro) und 11.922 Bußgeldanzeigen (bis zu 600 Euro, zwei Punkte und drei Monate Fahrverbot) wurden verhängt. 11.208 Belangte fuhren einen Pkw, 19.986 einen Lkw, 1.153 einen Bus, 46 einen Bus und 202 einen Gefahrguttransporter.

Nicht alle Verstöße auswertbar

Insgesamt seien nicht alle Geschwindigkeitsverstöße auswertbar, meinte Ulrich Baschke vom Landespolizeiamt. 2018 waren dies fast 43.000. Gründe dafür waren Fehlmessungen, nicht erkennbare Kennzeichen- oder Fahrerfotos sowie Tempoverstöße von Fahrern aus EU-Ländern, die ein bestimmtes EU-Abkommen bisher nicht umgesetzt haben. Die Halterdaten aus diesen Ländern können den Angaben zufolge derzeit nicht abgefragt werden. Zu diesen Ländern gehört auch Dänemark. Dabei stammen laut Verkehrsministerium rund ein Drittel aller Lastwagen auf der Rader Hochbrücke aus diesem Land.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 28.12.2018 | 15:00 Uhr

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