Stand: 13.08.2020 14:14 Uhr

900 Millionen Euro Corona-Hilfen ausgezahlt

Soforthilfen, Kredite, Darlehen: Die Investitionsbank Schleswig Holstein hat im ersten Halbjahr 2020 jede Menge davon ausgezahlt. Es flossen in dieser Zeit Corona-Hilfen in Höhe von insgesamt 900 Millionen Euro von Bund und Land.

Ein Gebäude der Investitionsbank Schleswig-Holstein in Kiel. © NDR Foto: Lina Pößnecker

AUDIO: Hilfe für 57.000 Unternehmen und Freiberufler (1 Min)

Unternehmen und Freiberufler unterstützt

Gut 57.000 Unternehmen, Freiberufler und Einzelpersonen bekamen Zuschüsse oder Darlehen, wie Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) berichtete. Das Land zählt insgesamt 123.000 Unternehmen. Über die Soforthilfe des Bundes flossen rund 400 Millionen Euro und über die des Landes 55 Millionen an Zuschüssen.

Buchholz: Unternehmen mit Geld durch die Krise führen

Buchholz sagte, er sei überzeugt, dass damit vielen Betrieben aus dem Handel, dem Dienstleistungsgewerbe und dem Tourismus geholfen wurde, zu überleben. Er betonte aber auch: "Einige Branchen werden noch weitere Hilfen brauchen. Zum Beispiel die Veranstaltungswirtschaft und die Reisebranche. Wenn wir wollen, dass die lebend durch diese Krise hindurch kommen, dann müssen wir die Bereitschaft haben, Steuergeld zu nehmen, um diese Unternehmen, die hinterher auch wieder Steuerzahler sind, durch die Krise zu führen."

Kaum Betrugsfälle

Aus dem Mittelstandssicherungsfonds des Landes für den Tourismus wurden Darlehen in Höhe von 164 Millionen Euro vergeben. Hinzu kamen über die Investitionsbank und die Hausbanken 284 Millionen Euro an KfW-Mitteln. Von den Corona-Hilfen profitierten besonders Dienstleistungsbetriebe, Hotels und der Handel. Betrugsfälle seien extrem überschaubar, sagte Buchholz. Er sprach von 56 Strafanzeigen im Vergleich zu 72.000 Hilfsanträgen.

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Ein Gebäude der Investitionsbank Schleswig-Holstein in Kiel.  Foto: ibsh

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 13.08.2020 | 14:00 Uhr

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