Stand: 20.02.2018 20:20 Uhr

"Renegade"-Fall: Drei AKW evakuiert

Wegen des Verdachts einer möglichen Flugzeugentführung sind am Montag die niedersächsischen Atomkraftwerke Emsland, Grohnde und das bereits stillgelegte Kraftwerk Unterweser kurzzeitig evakuiert worden. Grund für diesen "Renegade"-Fall war ein Tippfehler in einer Lufthansa-Maschine, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft NDR 1 Niedersachsen. Renegade-Fälle sind solche, in denen zum Beispiel ein Flugzeug aus terroristischen Motiven als Waffe verwendet und auf Atomkraftwerke gesteuert werden könnte.

Dritter Fall in Lingen

Der Pilot habe statt des Notsignals für Funkprobleme den Code für eine Flugzeugentführung eingegeben. Eine Alarmrotte der Luftwaffe stieg vom Stützpunkt Wittmund auf und näherte sich der vermeintlich entführten Maschine. In allen drei niedersächsischen Kernkraftwerken wurde gegen 8 Uhr am Vormittag der Voralarm ausgelöst. Per Lautsprecher wurden die 150 Mitarbeiter in Lingen aufgefordert, das Gelände zu verlassen. In Grohnde mussten 300 Angestellte das Gelände verlassen. Nach einer halben Stunde konnten die Mitarbeiter aller Kraftwerke zurück an ihren Arbeitsplatz. In Lingen war es der dritte "Renegade"-Fall.

Weitere Informationen

AKW Emsland: Restlaufzeit bis 2022

Das Kernkraftwerk Emsland steht nahe der niedersächsischen Stadt Lingen. Es ging 1988 in Betrieb. Mehrheitlich wird das AKW von RWE betrieben. Am Netz bleiben soll es bis 2022. (19.03.2017) mehr

Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 20.02.2018 | 18:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

04:01
Hallo Niedersachsen

Gänseplage im Rheiderland

17.02.2019 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen
01:45
Hallo Niedersachsen

Lingen: Messerattacke auf Radfahrerin

17.02.2019 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen
02:43
Hallo Niedersachsen

Langeoog - Versteck für Karnevalsmuffel

17.02.2019 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen