Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr steht an einer Schranke zu einem Bundeswehr-Gelände. Im Hintergrund ist Rauch im Sonnenlicht über einem Stück Moorlandschaft zu sehen. © dpa-Bildfunk Foto: Stephan Konjer

Nach Moorbrand: Bundeswehr testet auf Gelände Panzermunition

Stand: 04.12.2020 09:45 Uhr

Rund zwei Jahre nach dem verheerenden Moorbrand bei Meppen testet die Bundeswehr auf dem betroffenen Gelände derzeit Munition. Künftig soll der Schießplatz wieder komplett genutzt werden.

Nach Angaben eines Bundeswehrsprechers wird auf der Wehrtechnischen Dienststelle 19 noch bis zum 18. Dezember Panzermunition erprobt. Wegen der lauten Explosionsgeräusche habe es diverse Nachfragen aus der Bevölkerung gegeben. "Bei allen Maßnahmen, die wir treffen, genießt die Sicherstellung des Brandschutzes hohe Priorität", betonte der Sprecher. "Ein Versuch findet nur statt, wenn die Gefährdungslage die Durchführung zulässt und die Sicherheit der Beschäftigten und der Anwohnerinnen und Anwohner zu jeder Zeit gewährleistet ist." Bereits seit Februar 2019 wird auf dem Gelände wieder geschossen.

Bundeswehr investiert in Brandschutz

Eine Moorraupe steht auf einem Parkplatz. © NDR Foto: Hedwig Ahrens
Unter anderem diese Moorraupe soll den Brandschutz auf dem Gelände verbessern.

Der Testbetrieb war nach dem Moorbrand im Herbst 2018 zunächst komplett eingestellt worden. Derzeit arbeite die Bundeswehr mit Hochdruck daran, die noch gesperrten Moorgebiete wieder sicher nutzen zu können, so der Sprecher gegenüber NDR 1 Niedersachsen. Dafür stehe aber noch kein Termin fest. Die Bundeswehr hat für den Brandschutz inzwischen zwei Moorraupen und einen Moorbagger angeschafft, ein weiterer soll bis zum Jahresende folgen. Im kommenden Jahr sind Lenkflugkörper-Schießen sowie Versuche mit Panzer- und Artilleriemunition geplant. Auch Waffen unterschiedlicher Kaliber sollen getestet werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 04.12.2020 | 08:00 Uhr

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