Stand: 25.05.2020 11:29 Uhr

Meyer Werft zieht nach Corona-Fällen Konsequenzen

Das Kreuzfahrtschiff "Celebrity Equinox" wird in Papenburg ausgedockt.
Die Werftgeschäfte sollen offenbar vorerst aus dem Homeoffice geführt werden. (Archivbild)

Die Meyer Werft in Papenburg (Landkreis Emsland) zieht offenbar Konsequenzen, nachdem mehr als 30 Mitarbeiter wegen einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus in Quarantäne mussten. Dies berichtet NDR 1 Niedersachsen. Konferenzen würden demnach künftig ausschließlich mit Mundschutz abgehalten. Unter anderem soll die Personalchefin der Meyer Werft infiziert sein.

Betriebsrat: Abstand, aber keine Masken bei Konferenz

Bei einer Feier in einem Restaurant im Moormerland im Landkreis Leer hatten sich offenbar mehrere Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als Hundert Menschen mussten in häusliche Quarantäne. Die Personalchefin der Meyer Werft war nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen ebenfalls bei der Feier und soll sich angesteckt haben. Laut Betriebsratvorsitzendem Nico Bloem habe es in der Woche darauf eine große Konferenz mit der Werft-Leitung und dem Betriebsrat gegeben. Man habe zwar Abstand gehalten und es sei ein großer Raum gewesen, die Beteiligten trugen demnach aber keinen Mundschutz. Ein weiterer Mitarbeiter soll sich dabei offenbar angesteckt haben. Mehr als 30 Beschäftigte aus Betriebsrat und Chefetage befänden sich in Quarantäne, darunter der Juniorchef der Werft, sowie der Betriebsratsvorsitzende Bloem. Sollten sie Covid-19-Symptome zeigen, würden sie getestet.

Nun heißt es wohl vorerst: Homeoffice

Die Werftgeschäfte würden jetzt aus dem Homeoffice erledigt, so der Bericht weiter. Der Werft fehlen durch den wegen der Corona-Pandemie zusammengebrochenen Kreuzfahrtmarkt in den kommenden Jahren 1,2 Milliarden Euro.


25.05.2020 14:41 Uhr

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version dieses Beitrages ist uns ein Fehler unterlaufen. Die Personalchefin der Meyer Werft wurde als Tochter des Restaurantbesitzers bezeichnet. Diese Information ist offenbar falsch. Die Redaktion bittet für diesen Fehler um Entschuldigung.

 

Weitere Informationen
Ein Schild mit der Aufschrift "Leider hat auch uns die Corona Pandemie erreicht." steht vor dem Restaurant "Alte Scheune". © dpa-Bildfunk Foto: Lars-Josef Klemmer/dpa

Nach Restaurant-Feier: Immer mehr Corona-Fälle

Nach einer Feier bei Leer ist die Zahl der Corona-Infektionen am Dienstag weiter gestiegen. Auch die Personalchefin der Meyer Werft ist infiziert. Mehr als 150 Personen sind in Quarantäne. mehr

Eine Luftaufnahme zeigt die Meyer-Werft in Papenburg. © dpa-Bildfunk Foto: Tobias Bruns

Corona: Althusmann will Meyer Werft helfen

Ein Runder Tisch unter Leitung von Wirtschaftsminister Althusmann hat über die Zukunft der Papenburger Meyer Werft beraten. Fazit: Der Standort an der Ems müsse erhalten werden. mehr

Eine Gruppe von fünf Personen geht spazieren. © Picture Alliance Foto: Moritz Frankenberg

Corona: Niedersachsen macht sich ein bisschen lockerer

Am 8. März sind die neuen Regeln in Kraft getreten. In vielen Landkreisen wurden Kontaktregeln leicht gelockert. mehr

Ein Mann wird per Stäbchen in einem Testzentrum auf das Coronavirus getestet. © Lino Mirgeler/dpa

Corona in Niedersachsen: 314 Neuinfektionen, drei Todesfälle

Das Landesgesundheitsamt meldet einen leichten Rückgang der landesweiten Sieben-Tage-Inzidenz auf einen Wert von 64,7. mehr

Eine lange Schlange mit wartenden Menschen steht in einer Einkaufsstraße in Rostock vor einem Geschäft. © dpa-Bildfunk Foto: Bernd Wüstneck

Corona-News-Ticker: Lange Schlangen vor Rostocker Geschäften

In der Hansestadt und Vorpommern-Rügen ist Einkaufen ohne Termin möglich. Auch andernorts gibt es Lockerungen. Mehr Corona-News im Live-Ticker. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 25.05.2020 | 12:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus der Region

Blütenblätter einer Tulpe liegen auf einem Kalenderblatt, das den 8. März zeigt © dpa Foto: Jens Wolf

Frauentag als Feiertag? Niedersachsen diskutiert im Netz

Hunderte Nutzerinnen und Nutzer haben sich schon an der NDR Umfrage bei Facebook beteiligt. 90 Prozent sind dafür. mehr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen