Stand: 04.05.2020 20:56 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Flüchtlingskinder reisen in neue Heimat weiter

Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat die aufgenommenen Flüchtlingskinder im Landkreis Osnabrück gemeinsam mit Landrätin Anna Kebschull (Grüne) besucht.

Die 47 Kinder und Jugendlichen aus griechischen Flüchtlingslagern sind am Montag von Osnabrück aus auf ganz Deutschland verteilt worden. Jedes Kind und jeder Jugendliche sei von Mitarbeitern des Jugendamts bis zu seinem neuen Zuhause begleitet worden, niemand habe allein reisen müssen, sagte ein Sprecher des Landkreises NDR 1 Niedersachsen. Die minderjährigen Flüchtlinge im Alter zwischen acht und 17 Jahren waren nach ihrer Ankunft in Niedersachsen zwei Wochen lang in einer Unterkunft im Landkreis Osnabrück in Corona-Quarantäne gewesen. Die Abschluss-Tests fielen bei allen negativ aus.

Flüchtlingskinder reisen in ihr neues Zuhause

Hallo Niedersachsen -

Nachdem die Corona-Quarantäne überstanden ist, dürfen die 47 Kinder aus griechischen Flüchtlingslagern jetzt von Osnabrück aus in ihr neues Zuhause reisen. Dreizehn Kinder bleiben in Niedersachsen.

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Pistorius: "Weitere Kinder aufnehmen"

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius bewertet die Aktion positiv. Sie könne nur der Anfang sein, so der SPD-Politiker. Er dankte dem Landkreis Osnabrück und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Einrichtung für ihr großartiges Engagement in den vergangenen zwei Wochen. "Sie haben von null auf Hundert hervorragende Arbeit geleistet", so der Minister. Man habe bewiesen, dass eine Aufnahme auch unter den besonderen Herausforderungen der aktuellen Corona-Pandemie möglich sei, so Minister Pistorius. "Ich fordere den Bund auf dafür zu sorgen, gemeinsam mit anderen EU-Staaten schnell weitere Kinder aus dem Elend in Griechenland zu holen, diese Aktion darf nur ein Anfang sein. Die Situation auf den griechischen Inseln ist nach wie vor dramatisch."

Niedersachsen nimmt 13 Flüchtlingskinder auf

13 der Kinder und Jugendlichen bleiben in Niedersachsen. Nach Angaben des niedersächsischen Sozialministeriums finden sie unter anderem ein neues Zuhause in Lüneburg, Braunschweig, im Landkreis Friesland und in der Region Hannover. Die Kinder aus Syrien, Afghanistan und Eritrea kommen in Gast- oder Pflegefamilien unter oder in entsprechenden Unterkünften für betreutes Wohnen.

Kinder haben Freundschaften geschlossen

18 Kinder haben nach Angaben des Landkreises Osnabrück auch Verwandte in Deutschland und werden künftig bei ihren Angehörigen wohnen. Alle Wünsche der Kinder und Jugendlichen seien berücksichtigt worden. So hätten manche innerhalb der Gruppe zum Beispiel Freunde gefunden und wollten gern zusammen bleiben. Im Zuge dieser Aufnahmeaktion konnten laut Innenministerium außerdem zwei irakische Kinder, die von ihrem Vater nach Griechenland entführt worden waren, zu ihrer in Deutschland lebenden Mutter zurückkehren.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional | 04.05.2020 | 17:00 Uhr

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