Stand: 05.09.2020 13:09 Uhr

Emlichheim: Erneut Lagerstättenwasser ausgetreten

Hinweistafeln und Warnschilder stehen im Eingangsbereich eines neuen Bohrgeländes in Emlichheim in der Grafschaft Bad Bentheim. © dpa-Bildfunk Foto: Friso Gentsch
An der Einpressbohrung Emlichheim 51 ist Lagerstättenwasser ausgetreten. Wie viel ist noch unklar. (Themenbild).

In einer Öl-Bohrstelle des Unternehmens Wintershall Dea bei Emlichheim (Grafschaft Bentheim) ist sogenanntes Lagerstättenwasser ausgetreten. Das zeigen Laborergebnisse von Rückfördertests aus einer Tiefe von mehr als 500 Metern, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Laut Landesamt für Bergbau, Geologie und Energie (LBEG) soll nun untersucht werden, wie groß die Menge des ausgetretenen Lagerstättenwassers ist. Im Frühjahr 2019 waren Korrosionsschäden an Leitungen festgestellt worden, die Wintershall Dea auf Anordnung des LBEG überprüft hatte.

Grundwasser laut LBEG nicht kontaminiert

Der Vorfall sei in 555 Metern Tiefe festgestellt worden. Eine Gefahr für Mensch und Umwelt bestehe zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht, teilte das LBEG am Freitag mit. "Grundwasser und vor allem Trinkwasser wird aus diesen Tiefen und in dieser Region nicht gefördert", hieß es. "Der betroffene Bereich befindet sich mehrere hundert Meter unterhalb der oberflächennahen Grundwasserleiter."

Bei erstem Vorfall 220 Millionen Liter ausgetreten

Der Austritt von Lagerstättenwasser ist der zweite Vorfall in der Förderstätte in Emlichheim. Zwischen 2014 und 2018 waren an einer weiteren Bohrung bis zu 220 Millionen Liter ausgetreten und versickert. Eine vergleichbare Menge sei im aktuellen Fall nicht anzunehmen, teilte Wintershall Dea mit. Auch hier waren Korrosionsschäden an Leitungen das Problem.

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