Stand: 03.02.2019 19:14 Uhr

Zwei Menschen nach Boßel-Unfall in Lebensgefahr

Der Unfallort in Breddenberg, wo ein Autofahrer in eine Gruppe von rund 25 Menschen gefahren ist.

Nach der Unfallfahrt in eine Menschenmenge in Breddenberg (Landkreis Emsland) schweben zwei Menschen in Lebensgefahr. Am Sonnabend war ein Pkw außerhalb der Ortschaft in eine Gruppe von rund 25 Boßelspielern gefahren. Neben den beiden lebensgefährlich Verletzten wurden zwei Menschen schwer, vier weitere leicht verletzt. Der Fahrer des Pkw konnte bislang nicht befragt werden. Der 27-Jährige hat einen Schock erlitten und wird in einem Krankenhaus versorgt. Frühestens am Montag könnten der Fahrer und sowie Mitglieder der Boßelgruppe vernommen werden, hieß es am Sonntag.

Ein Feuerwehrmitarbeiter steht an der Unfallstelle in Breddenberg vor zwei Boßelwagen.

Auto fährt in Boßelgruppe: Mehrere Verletzte

Hallo Niedersachsen -

Mehrere Mitglieder einer Boßelgruppe sind in Breddenberg im Landkreis Emsland von einem Auto erfasst worden, zwei schweben in Lebensgefahr. Wie konnte es zu dem Unfall kommen?

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Gruppe in der Dunkelheit übersehen - Überhöhte Geschwindigkeit?

Nach Angaben der Polizei hatte der Pkw-Fahrer die Gruppe in der Dunkelheit offenbar übersehen. "Es sieht alles nach einem Unfall aus, Hinweise auf ein absichtliches Verhalten des Autofahrers gibt es nicht", sagte ein Polizeisprecher. Der Autofahrer sei der Gruppe am Sonnabend um 17.55 Uhr entgegengekommen und habe mehrere Menschen erfasst. Nach Angaben der Polizei war der Pkw-Fahrer nicht alkoholisiert. Das habe ein entsprechender Test ergeben. Unklar ist, ob der Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Wie die Polizei ihre Angaben im Laufe des Sonntags korrigierte, lag die Unfallstelle im Ortsinneren - erlaubt ist hier Tempo 50.

Weder Geh- noch Radweg vorhanden

Die Boßelgruppe war mit zwei Bollerwagen auf einer schmalen Straße zwischen Breddenberg und Surwold unterwegs gewesen. Weil es dort nach Angaben der Polizei weder einen Geh- noch einen Radweg gibt, liefen die 18 bis 26 Jahre alten Gruppenmitglieder am Straßenrand entlang. Ob die Straßenbeleuchtung zu dem Zeitpunkt eingeschaltet war, ist unklar. Nach Angaben einer Sprecherin sei dies Gegenstand der Ermittlungen. Gleiches gilt für den Aspekt, ob Teilnehmer der Gruppe bei ihrem Ausflug Warnwesten trugen. Dass eine Boßelgruppe in der Region ihren Ausflug samt Route bei der Polizei anmeldet, ist nach Angaben einer Sprecherin der Polizei Emsland unüblich, auch wegen der derzeitigen Hochsaison der Sportart.

Großaufgebot der Feuerwehr

Die unverletzten Mitglieder der Boßelgruppe wurden in einem naheliegenden Jugendheim von einem Seelsorger betreut. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot von mehr als 50 Einsatzkräften vor Ort. Der Einsatz sei aufgrund der Verletztenzahl und der Unfallumstände nicht alltäglich gewesen, sagte ein Sprecher. Die Straße wurde nach dem Unfall mehrere Stunden lang voll gesperrt.

Weitere Informationen
01:13

Feuerwehr: Vom Notruf zum Einsatz

Was passiert, wenn Sie im Notfall die 112 anrufen? Dieses Video erklärt die fünf W-Fragen und was die Feuerwehrleute zwischen Notruf und Einsatz machen. Video (01:13 min)

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 03.02.2019 | 08:00 Uhr

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